Globales ASEZ-Gipfeltreffen 2024

Neue Vision: Starke Solidarität für die weltweite Wiederherstellung der Umwelt

Korea

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Der Begriff „globale Erwärmung“ wurde vor etwa 50 Jahren geprägt; heute ist die Welt jedoch bereits in ein Zeitalter der „globalen Erhitzung“ beziehungsweise „Tropikalisierung“ eingetreten. Angesichts wachsender Sorgen um die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten werden Forderungen nach Klimaneutralität und dem Erhalt der biologischen Vielfalt immer lauter. Auch die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung dieser Herausforderungen rückt zunehmend in den Fokus.

ASEZ, die studentische Freiwilligengruppe der Gemeinde Gottes, organisierte eine Veranstaltung, um das Bewusstsein für diese globalen Probleme zu schärfen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen – und nutzte dafür ihr weltweites Netzwerk aktiver Mitglieder.

Am 30. Juni fand im Tempel „Das neue Jerusalem“ in Pangyo das „Globale ASEZ-Gipfeltreffen 2024“ statt. Unter dem Motto „Neue Vision 2024: Starke Solidarität für die weltweite Wiederherstellung der Umwelt“ versammelte der diesjährige Gipfel rund 2.000 ASEZ-Mitglieder. Dazu zählten Studierende renommierter Hochschulen wie der Seoul National University und der Korea University (Südkorea), der Harvard University und der Tennessee State University (USA) sowie internationale Studierende aus Ländern wie Nepal und Äthiopien.

Zudem brachten neun Vertreter aus verschiedenen Kontinenten per Videokonferenz Themenvorschläge ein, über die 100 Mitglieder aus Ländern wie Deutschland, Ghana, Panama und den Philippinen abstimmten. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche hochrangige Gäste teil, darunter:

  • der laotische Botschafter in Korea, S. E. Songkane Luangmuninthone,
  • der Vorsitzende der „King Uichin Memorial Association“, Yi Jun,
  • der ehemalige Umweltminister Cho Myung-rae (heute Professor an der Dankook University),
  • der Vorsitzende des Stadtrats von Suwon, Kim Ki-jung.

Auch weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Recht, Medien und Kultur waren anwesend, um das Engagement der Studierenden zu unterstützen.

Das Programm umfasste eine Eröffnungsfeier, Fachvorträge, Podiumsdiskussionen mit Vertretern der verschiedenen Kontinente sowie die Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution. Vor Beginn des Hauptprogramms wurden die Teilnehmenden mit einem Video begrüßt, das von ASEZ-Mitgliedern aus verschiedenen Ländern erstellt worden war. Zudem gab es einen Auftritt des ASEZ-Chores sowie eine Sandkunst-Darbietung, die eine eindrucksvolle Botschaft vermittelte: Gemeinsames Handeln kann die Welt verändern.

Teil 1. Eröffnungszeremonie: Unterstützende Botschaften für das Engagement von ASEZ zur Veränderung der Welt

In seiner Eröffnungsrede bezeichnete Hauptpastor Kim Joo-cheol, Vorsitzender des Hauptsitzes der WMC, ASEZ als „Wegbereiter, der einen bedeutenden Wandel anführt“. Er fügte hinzu:

„Ich hoffe, dass Ihr Einsatz – nicht nur in Ihrem eigenen Umfeld, sondern auch als Individuen, die einen Beitrag zum Glück der Menschheit leisten – dazu beiträgt, die nachhaltige Zukunft zu gestalten, die wir uns alle wünschen.“

UN-Generalsekretär António Guterres übermittelte in einer Grußbotschaft seine besten Wünsche für den Erfolg des Gipfeltreffens, würdigte das Engagement von ASEZ und brachte seine Erwartung auf wirkungsvolle Ergebnisse zum Ausdruck. Auch der Botschafter von Laos in Korea, S. E. Songkane Luangmuninthone, richtete ermutigende Worte an die Anwesenden:

„Ihr Einsatz ist von entscheidender Bedeutung, um die globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, anzugehen. Ich hoffe, dass die heutige Veranstaltung dazu beiträgt, Wissen auszutauschen und starke Netzwerke zu knüpfen, um eine bessere Welt zu schaffen.“

Choi Bong-hwan, Vorsitzender des nationalen Verbandes der Vorsitzenden lokaler Räte in Korea, betonte in seinem Grußwort:

„Wenn Ihre kreativen und innovativen Ideen in konkretes Handeln umgesetzt werden, wird dies die gesamte Gesellschaft nachhaltig prägen.“

Zahlreiche weitere hochrangige Persönlichkeiten – darunter der peruanische Premierminister Gustavo Lino Adrianzén Olaya, die philippinische Botschafterin in Korea, S. E. Maria Theresa B. Dizon-de Vega, sowie Thomas Frey, Zukunftsforscher und Exekutivdirektor des DaVinci Institute – sandten Videobotschaften. Darin drückten sie die Hoffnung aus, dass sich die am Gipfel teilnehmenden Studierenden zu Führungspersönlichkeiten entwickeln mögen, die einen bedeutsamen Wandel in der internationalen Gemeinschaft vorantreiben.

Teil 2. Gipfeltreffen der Studierenden: Diskussion über konkrete Ansätze für Solidarität bei der Wiederherstellung der Erde

Das Gipfeltreffen umfasste Fachvorträge sowie Diskussionen unter den regionalen Vertretern. Der ehemalige Umweltminister Cho Myung-rae erläuterte anhand verschiedener Indikatoren die drängende Realität der Klimakrise, mit der die Menschheit konfrontiert ist. Er stellte Strategien zu ihrer Bewältigung vor – etwa die Reduzierung von CO₂-Emissionen und die Wiederherstellung von Ökosystemen zur Kohlenstoffbindung. „Um Klimaneutralität zu erreichen, ist ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel erforderlich“, betonte er und rief die jungen Erwachsenen dazu auf, sich aktiv an vielfältigen und langfristigen Maßnahmen zu beteiligen. Chris Melzer, leitender Referent für Außenbeziehungen beim UNHCR (dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen), beleuchtete in einem Videovortrag die Problematik von Klimaflüchtlingen und zeigte auf, wie humanitäre Maßnahmen im Zeitalter der Klimakrise ausgerichtet sein müssen.

Anschließend hielten Vertreter von ASEZ-Mitgliedern aus verschiedenen Kontinenten Vorträge über die Umweltprobleme, vor denen die Menschheit steht – etwa den Verlust tropischer Regenwälder, Wüstenbildung, die Verschmutzung terrestrischer Ökosysteme sowie den Rückgang der biologischen Vielfalt – und zeigten zugleich mögliche Lösungsansätze auf. Die persönlich anwesenden Vertreter aus Nordamerika sowie die virtuell zugeschalteten Teilnehmer von fünf weiteren Kontinenten führten einen lebhaften Austausch. Die Diskutierenden brachten ihre Erfahrungen aus Umweltprojekten in ihren jeweiligen Heimatländern ein und schlugen konkrete Maßnahmen vor:

  • den Aufbau eines Studierendennetzwerks, das sich für umweltpolitische Maßnahmen auf Regierungsebene einsetzt,
  • die Schaffung von „Zonen zur Wiederherstellung der Erde“ (Earth Recovery Zones), insbesondere zur Renaturierung von Moorflächen1,
  • Bildungsangebote und Kampagnen zum Thema „Zero Waste“ (Abfallvermeidung) für Jugendliche.

1. Moor: Ein Gebiet, in dem sich über Jahrtausende hinweg organisches Material – etwa Pflanzenreste – angesammelt hat, ohne sich vollständig zu zersetzen.

Sie waren sich einig, dass es weltweiter Solidarität bedarf, um diese Initiativen erfolgreich umzusetzen. Nach der Diskussion stimmten 100 Online-Teilnehmer über die vorgeschlagenen Punkte ab. Sechs ASEZ-Vertreter verlasen daraufhin die verabschiedete Resolution für das „Earth Recovery Project“ – ein globales Engagement von Studierenden zur Umsetzung dieses Vorhabens. Auf Grundlage dieser Resolution wird ASEZ seine Aktivitäten zur Wiederherstellung von Ökosystemen sowie zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit verstärken und dabei auf sein weltweites Studierendennetzwerk zurückgreifen.

Stimmen zum Gipfeltreffen:

„Die Klimakrise ist ein globales Problem, das uns alle betrifft – nicht nur eine einzelne Nation. Wissen allein reicht nicht aus; es braucht Taten. Als Mitglied von ASEZ werde ich mich durch verschiedene Umweltprojekte dafür einsetzen, noch mehr Menschen zu motivieren, sich anzuschließen und gemeinsam zu handeln.“ Nas Thomas (Harvard University)

„Auch wenn der Einfluss des Einzelnen gering erscheinen mag: Wenn jeder seinen Beitrag leistet, kann die Menschheit als Ganzes die Klimaprobleme lösen. Ich werde mich engagiert dafür einsetzen, das Bewusstsein für dieses Anliegen zu schärfen.“ Yoon Seong-soo (Sungkyunkwan-Universität)

„Heute habe ich zum ersten Mal seit meiner Ankunft in Korea über ein solches Thema diskutiert. Es war eine wertvolle Erfahrung, mich mit Kommilitonen auszutauschen, die über fundiertes Wissen und viel Kreativität im Bereich der ökologischen Wiederherstellung verfügen.“ Cheng Xiaoxiao (internationale Studierende, Kyung-Hee-Universität)

„Junge Menschen bilden das Rückgrat der zukünftigen Gesellschaft. Wenn sie bei der Lösung von Problemen vorangehen, werden sich ihnen alle Generationen anschließen.“ Er äußerte die Hoffnung, dass das ASEZ-Gipfeltreffen als Ausgangspunkt für generationenübergreifende Umweltschutzbemühungen dienen möge. Professor Park Jung-hoon (Universität Seoul)

Die Mitglieder von ASEZ betrachten ihr gesellschaftliches Umfeld aus verschiedenen Perspektiven; sie entwickeln und verwirklichen praktische Ideen, um eine bessere Welt zu gestalten. Bereits im Rahmen früherer ASEZ-Gipfeltreffen in den Jahren 2019 und 2023 erarbeiteten und schufen sie Aktionspläne für eine verbrechensfreie Welt und eine nachhaltige Gesellschaft. Man darf gespannt sein, welche Veränderungen diese jungen Menschen – vereint in ihrem Engagement für die ökologische Wiederherstellung – in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen der Gesellschaft bewirken werden.

Resolution internationaler Studierender zur Umsetzung des Projekts „Wiederherstellung der Erde“
Bildung
Abfallvermeidung: Umsetzung von „Zero-Waste“-Bildungsangeboten und Kampagnen mit Schwerpunkt auf Wiederverwendung und Recycling.
Nachhaltiger Konsum: Durchführung UNESCO-zertifizierter Bildungsangebote zu umweltfreundlichem Konsumverhalten zur Stärkung des Verbraucherbewusstseins.
Praktisches Handeln
Moorschutz: Wiederherstellung und Renaturierung von Moorlandschaften zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Ökosystem-Revitalisierung: Durchführung groß angelegter Maßnahmen zur ökologischen Wiederherstellung sowie von Sensibilisierungskampagnen zum Schutz terrestrischer Ökosysteme.
Partnerschaften
Politische Initiativen: Aufbau von Partnerschaften mit politischen Entscheidungsträgern – gestützt auf das weltweite Studierendennetzwerk –, um Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung des Amazonasgebiets zu verankern.
Arten- & Naturschutz: Schaffung eines Netzwerks zur Kontrolle und Bekämpfung invasiver Arten sowie zur gezielten Förderung der biologischen Vielfalt.

Globales ASEZ-Gipfeltreffen 2024

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