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Die Lehre von den Zellen

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Zellen sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Fünf nebeneinanderliegende Zellen wären gerade einmal so breit wie ein einzelnes Haar. Selbst eine befruchtete Eizelle, die als vergleichsweise große Zelle gilt, misst lediglich 0,2 Millimeter. Und doch nimmt das Leben in diesen mikroskopisch kleinen Einheiten seinen Anfang: Durch kontinuierliche Teilung und Differenzierung formen sie den gesamten menschlichen Körper. Die Gesamtzahl der Zellen eines gesunden Erwachsenen wird auf etwa 37 Billionen geschätzt. Wollte man diese zählen – mit einer Geschwindigkeit von 10 Zellen pro Sekunde –, würde das rund 120.000 Jahre dauern.

Der menschliche Körper beherbergt über 200 verschiedene Zelltypen. Ob Immun-, Fett-, Blut- oder Nervenzellen: Sie alle schließen sich zu Geweben zusammen, und aus dem Verbund verschiedener Gewebe entstehen schließlich Organe. Im Laufe unseres Lebens teilen sich Zellen und sterben ab, während sie in ihren jeweiligen Organen unermüdlich ihre Aufgaben erfüllen. Gelegentlich jedoch verlieren Zellen ihre ursprüngliche Funktion und beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren – aus ihnen werden Krebszellen. Der US-amerikanische Biologe Siddhartha Mukherjee schrieb dazu in seinem Buch:

„Der menschliche Körper funktioniert durch das Zusammenwirken seiner Bürger – der Zellen. Wenn diese Staatsbürgerschaft zusammenbricht, wird selbst ein kerngesunder Körper krank.“

Anders ausgedrückt: Der menschliche Körper lässt sich als eine riesige Gemeinschaft von Zellen begreifen. Dass die treibende Kraft für das Funktionieren einer jeden Gemeinschaft in der Zusammenarbeit liegt, führen uns die kleinsten Bausteine unseres eigenen Körpers eindrucksvoll vor Augen.

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