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Der glücklichste Vogel der Welt

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Die Hauptfigur in dem Märchen „Der glücklichste Vogel der Welt“ von der britischen Autorin Johanna Furnyhough ist eine Krähe. Die überaus glückliche Krähe trifft eines Tages eine Taube und fühlt sich auf einmal schäbig und unbedeutend. Sie glaubt, die Taube mit ihrem leuchtenden Gefieder und ihrer sanften Stimme müsse der glücklichste Vogel der Welt sein. Doch die Taube hält die Nachtigall für den glücklichsten Vogel, die Nachtigall wiederum den Hahn, der Hahn den Schwan und der Schwan schließlich den Pfau.

Die Taube: „Du ahnst nicht, wie schön der Gesang der Nachtigall ist. Verglichen damit ist meine Stimme nichts Besonderes.“

Die Nachtigall: „Jeden Morgen hallt das klangmächtige Krähen des Hahns durch das ganze Dorf. Meinen Gesang in der Nacht hören dagegen nur wenige.“

Der Hahn: „Der Schwan schwimmt den ganzen Tag im kühlen Fluss – und ich muss auf diesem schmutzigen, heißen Bauernhof leben.“

Der Schwan: „Der Pfau trägt eine majestätische Krone. Und wie schillernd seine Federn sind! Neben ihm fühle ich mich allzu gewöhnlich.“

Schließlich macht sich die Krähe auf den Weg in den Zoo, wo der prächtige Pfau in einem Gehege lebt, und hört von ihm ganz unerwartete Worte: „Ich beneide die frei umherfliegenden Krähen. Ich glaube, du bist der glücklichste Vogel auf der ganzen Welt.“

Die Vögel, die als so glücklich galten, beneideten also nur einander. Wenn wir uns ständig mit anderen vergleichen, entgleitet uns das Glück. Erst wenn wir den Neid loslassen, kann sich jeder aus seinen ganz eigenen Gründen als wahrer Glückspilz entpuppen.

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