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Kluge Überredung

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Richard Feynman, ein genialer Wissenschaftler, der neben Einstein als einer der größten Physiker des 20. Jahrhunderts gilt, war auch für seine exzentrische Persönlichkeit bekannt. 1965 wurde er für seine bahnbrechende Arbeit zur Neudefinition der Quantenmechanik mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Er war kurz davor, den Preis abzulehnen – und das nur, weil ihm die Reise nach Schweden zu beschwerlich und lästig erschien.

Seine Frau Gweneth, die seine Sturheit nur zu gut kannte, hatte eine clevere Idee, um ihn umzustimmen.

„Schatz, wer würde schon so eine prestigeträchtige Auszeichnung ausschlagen, nur weil die Reise dorthin umständlich ist?“

„Aber wenn ich fahre, muss ich so viele Leute treffen, Interviews geben … Allein der Gedanke daran strengt mich schon an. Ich würde diese Zeit viel lieber mit Forschen verbringen.“

„Nun, wenn du nicht hinfährst, wird dir das nur noch mehr Ärger einbringen.“

„Wie meinst du das?“

„Wenn du die Teilnahme verweigerst, wärst du der erste Mensch in der Geschichte, der einen Nobelpreis ablehnt. Dann würden Reporter aus aller Welt herbeiströmen und versuchen, den Grund dafür zu erfahren. Mit all dieser Aufmerksamkeit umzugehen, wäre weitaus anstrengender und mühsamer, als einfach nach Schweden zu reisen und an der feierlichen Preisverleihung teilzunehmen.“

Dank der klugen Argumentation und des psychologischen Geschicks seiner Frau nahm Richard Feynman den Nobelpreis schließlich ohne Wenn und Aber an.

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