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Mutterliebe

Kim Guk-hwa aus Seoul in Südkorea

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Kürzlich besuchte ich meine Mutter in meiner Heimatstadt. Sie war überglücklich, mich zu sehen, und durch ihren Gesichtsausdruck spürte ich ihre Liebe jenseits von Worten. Als ich gerade gehen wollte, nachdem ich einige Zeit mit ihr geplaudert hatte, drehte meine Mutter ihren Kopf um und wischte ihre Tränen ab.

Als Kind wusste ich nie, was sie in ihrem Herzen fühlte. Damals trat ich unter Straßenlaternen von einem Fuß auf den anderen und ärgerte mich über meine Mutter, die wegen ihrer Arbeit immer spätabends nach Hause kam.

Jedoch erkannte ich die Liebe meiner Mutter durch meine Frau. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, heißt mich meine Frau herzlich willkommen und meine Söhne laufen mir mit einem strahlenden Lächeln in die Arme. Während ich meinen müden Körper ausruhe, macht meine Frau unermüdlich die Hausarbeit und sieht bei den Kindern nach dem Rechten. Früher hielt ich es für selbstverständlich, dass meine Frau sich die Mühe machen sollte, unsere Familie mit großer Hingabe zu umsorgen. Durch meine Frau konnte ich aber die Liebe und das Opfer einer Mutter spüren. Meine Mutter muss es auch schwer gehabt haben, ihre arme Familie zu betreuen und über die Runden zu bringen. Ich war so ein unreifes Kind, dass ich nur an mich selbst dachte.

„Warum starrst du mich so an?“

Meine Frau fragte mich wahrscheinlich, weil sie meine Augen auf sich spürte, während ich tief in Gedanken versunken war.

„Weil du so schön bist …“

Ich bin wirklich meiner unersetzbaren Lebensbegleiterin dankbar, dass sie eine hingebungsvolle Mutter ist und mir eine große Erkenntnis vermittelt hat. Mit diesem Schreiben möchte ich mich auch bei meiner Mutter bedanken, die viele schwere Zeiten durchgemacht haben muss, um mich großzuziehen.