Freundlichkeit weitergeben: Das Prinzip „Pay it forward“

6,557 Abonnenten
Artikel anhören 4:38

Stellen Sie sich vor: Sie verlieren an einem fremden Ort Ihre Geldbörse – und jemand übernimmt in dieser misslichen Lage spontan das Fahrgeld. Sie steigen vollgepackt die Treppen der U-Bahn-Station hinauf – und jemand bietet Ihnen freundlich an, eine der schweren Taschen zu tragen. Oder Sie können unterwegs vor plötzlichem Unwohlsein kaum noch auf den Füßen stehen – und jemand kommt mit beherzten Schritten zu Hilfe …

Jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens Hilfe von anderen, sei es in großen oder kleinen Dingen. Wenn es sich dabei um eine bekannte Person handelt, hat man die Möglichkeit, sich zu revanchieren. Bei Fremden hingegen trennen sich die Wege meist schnell – und oft fällt es schwer, solche kleinen Freundlichkeiten direkt zu erwidern. In solchen Fällen gibt es eine wunderbare Lösung: die Hilfe an andere weiterzugeben. In den USA nennt man dies „Pay it forward“ (Gutes weitergeben). Es beschreibt ein Prinzip uneigennütziger Nächstenliebe: Erfährt man etwas Gutes, dankt man es nicht der Person selbst, sondern erweist stattdessen einer dritten Person einen Gefallen.

Wenn gute Taten von Mensch zu Mensch weitergereicht werden, kommt der Tag, an dem diese Güte auch wieder zu einem selbst zurückkehrt. Anstatt eine Schuld beim ursprünglichen Wohltäter zu begleichen, setzt man eine positive Kette in Gang – und verändert die Welt Stück für Stück zum Besseren.

Freundlichkeit weitergeben: Das Prinzip „Pay it forward“

4:38
0:00 4:38

Wiedergabegeschwindigkeit

1x

Diese Stimme wurde mit KI generiert. Geringfügige Abweichungen sind möglich.