Immunität im Leben

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Kinder neigen dazu, häufiger als Erwachsene zu erkranken. Das liegt daran, dass Erwachsene über ein stärkeres Immunsystem verfügen, weil sie auf ihrem Lebensweg zum Erwachsenwerden bereits viele Krankheiten bekämpft und überstanden haben.

Dasselbe Prinzip gilt für das Leben selbst. Manche Menschen brechen hilflos in sich zusammen, wenn sie mit Prüfungen, Anfechtungen und scheinbar unüberwindbaren Verhältnissen konfrontiert werden, während andere, ganz gleich, welchen schweren Herausforderungen sie auch ausgesetzt sein mögen, unerschütterlich bleiben.

Diejenigen, die noch nie Schwierigkeiten erlebt haben oder in der bloßen Annahme eines Scheiterns gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn sie ihnen begegnen, haben oft eine schwache „Lebensimmunität“ und kommen im Alltag mit Müh und Not voran. Im Gegensatz dazu entwickeln diejenigen, die viele Härten und Strapazen durchgestanden haben – oder die immer wieder danach streben, ihrer Herr zu werden –, eine stärkere Widerstandsfähigkeit. Diese ermöglicht es ihnen, auch aus den allergrößten Herausforderungen als Sieger hervorzugehen.

Letztendlich sind Prüfungen keine Hindernisse, die es zu vermeiden gilt, sondern essenzielle Erfahrungen, die die erworbene anhaltende Immunität von Körper und Geist in unserem Leben stärken.

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