Die unsichtbare Liebe meines Vaters

Park Yeseul aus Pohang in Korea

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In meiner Kindheit liebte ich es sehr, mit meinem Vater Zeit zu verbringen. Ich genoss die Momente, in denen er mich auf einem Gummireifen durch das Wasser im Tal hin und her schob. Besonders der Ritt auf seinen Schultern und der Nervenkitzel des „Flugzeugs“ auf seinen auf- und abschwingenden Füßen sind mir unvergessen geblieben.

Mit der Pubertät änderte sich alles auf einmal. Die Aufmerksamkeit und das Interesse meines Vaters empfand ich plötzlich als lästig, störend und nicht selten als Einmischung in meine Privatsphäre. Da wir oft unterschiedlicher Meinungen waren, nahm die Kommunikation mit meinem Vater allmählich ab, und ich entfernte mich emotional von ihm. Als ich im Erwachsenenalter in eine andere Stadt zog, hatten wir kaum noch Kontakte zueinander.

Vielleicht hatte meine Mutter Mitleid mit uns und arrangierte eines Tages ein Treffen zwischen meinem Vater und mir. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass Papa inzwischen graue Haare bekommen hatte; entbehrungsreiche Lebensjahre hatten tiefe Falten in sein Gesicht gegraben. Je mehr wir beide miteinander sprachen, desto mehr verschwanden die negativen Gefühle gegenüber Papa – und desto stärker wuchs mein Schuldgefühl.

Auch jetzt bin ich immer noch dieselbe kurz angebundene und zurückhaltende Tochter wie früher, aber Papa sorgt sich Tag und Nacht, rund um die Uhr, dass sich seine Tochter in der Ferne durch ein mühsames Leben durchschlagen muss.

Wie mag es wohl dem Himmelsvater zumute sein, wenn er auf uns herabschaut? Unser Vater, der voller Geduld auf die Kinder gewartet hat – Kinder, die die unermessliche Liebe und das weit geöffnete Herz der himmlischen Eltern nicht verstanden und sie abgelehnt haben. Die empfangene Gnade und Liebe sind so groß, dass ich sie nie zu erwidern vermag. Dennoch danke ich den Elohim in allem und in jeder Lebenslage von ganzem Herzen und bemühe mich aufrichtig, ihnen Freude durch die Evangelisation zu bereiten.

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