Reue über Versäumtes

„Nicht genug gelernt.“
„Mehrere wichtige Chancen im Leben verpasst.“
„Nicht genug Zeit mit Familie und engen Freunden verbracht.“
Laut einer Studie von Thomas Gilovich, Psychologieprofessor an der Cornell University, gehören diese Gedanken zu den Dingen, die Menschen am meisten bedauern, wenn sie auf ihr Leben zurückblicken.
Es gibt zwei Arten von Reue: Einerseits bedauern wir, wenn etwas, das wir getan haben, enttäuschend verlaufen ist. Andererseits bedauern wir Dinge, die wir nie getan haben – obwohl sie zu einem guten Ergebnis hätten führen können. Letzteres hinterlässt die tiefste Reue. Wir Menschen neigen naturgemäß dazu, ungemachte Erfahrungen idealisiert zu betrachten. Wir stellen uns vor, unser Leben wäre unweigerlich besser verlaufen, hätten wir jene Dinge nur getan. Deshalb hält die Reue über das Versäumte oft ein Leben lang an.
Da wir Menschen sind, machen wir Fehler und empfinden immer wieder Reue. Es gibt jedoch einen Weg, uns nicht von ihr verzehren zu lassen. Professor Gilovich bringt es auf den Punkt:
„Wer wirklich glücklich leben will, muss stets zu aktiven Taten schreiten.“