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Ein herzerwärmender Tag

Seo Hyeon-ju aus Incheon in Südkorea

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Eines Tages überfiel mich wie aus heiterem Himmel ein heftiger und stechender Rückenschmerz; so stark, dass ich mich kaum noch bewegen konnte und Schwierigkeiten beim Sprechen hatte. Im Laufe des Abends wurden die Schmerzen stärker, weshalb ich keine andere Wahl hatte, als mich ins Bett zu legen, obwohl sich das schmutzige Geschirr in der Küche türmte, die Wäsche einen Berg bildete und es sonst noch eine Menge Dinge im Haushalt zu erledigen gab. Zwar versuchte ich einzuschlafen, aber vergebens. Bei anhaltenden und immer wiederkehrenden Rückenschmerzen fiel es mir schwer, gerade oder auf der einen Seite zu liegen, wobei ich auch plötzlich zu husten begann und noch dazu von einem steigenden Fieber gepackt wurde.

Als ich allein vor Schmerzen stöhnte, erinnerte ich mich an meine verstorbene Mutter, die in meiner Kindheit ein nasses Handtuch auf meine Stirn gelegt und sich um mich gekümmert hatte. Da spürte ich ein kalt feuchtes Tuch auf meinem Kopf. Es war meine ältere Tochter. Sie sah, dass ich krank war, kam an meine Seite, legte mir ein kühles, feuchtes Handtuch um den Kopf und massierte meine Beine und sogar meine Fußsohlen mit ihren winzigen Händen. Ich vergoss Tränen der Dankbarkeit. Obwohl sie erst in die sechste Grundschulklasse geht, ist sie aber jetzt reif genug, um sich um ihre erkrankte Mutter zu kümmern. Als meine kleine Tochter sah, wie mich ihre ältere Schwester umsorgte, streichelte sie mich und legte sich neben mich schlafen.

Ich dankte Gott dafür, dass er mir diese wunderschönen Töchter geschenkt hat; ich hatte das Gefühl, dass Himmelsmutter sich durch sie um mich kümmerte, und dachte auch darüber nach, wie sehr der Rücken und die Beine der geistlichen Mutter schmerzen müssten, während sie ohne Unterlass hart für ihre Kinder des Himmelreichs arbeitet. Bei diesem Gedanken liefen mir Tränen übers Gesicht, denn es tat mir so leid.

Ich bedanke mich aufrichtig und von ganzem Herzen bei Gottmutter dafür, dass sie mir solch einen herzerwärmenden Tag ermöglicht hat, an dem ich die Liebe der Familie spüren und an die kräftezehrende Arbeit und die stete Aufopferung der Himmelsmutter denken konnte. Gottmutter, ich liebe dich!