Erleuchtung
Wir teilen große und kleine Erleuchtungen, die wir in unserem täglichen Leben haben, wenn wir mit Gott wandeln.
Sei selbst derjenige, der dient
Nachdem ich Gott angenommen und mein Glaubensleben begonnen hatte, fielen mir in Zion einige Dinge auf, die an keinem anderen Ort zu sehen waren. Zunächst war es schwierig herauszufinden, wer älter als ich und schon seit langer Zeit ein Kirchengänger war. Der Grund dafür lag darin, dass ich niemanden sah, der Autorität über andere ausübte. Zweitens beteiligten sich alle sehr aktiv am Bibelstudium, Reinigungsarbeiten und ehrenamtlichen Diensten, obwohl niemand sie darum gebeten hatte. Das waren die Dinge, die ich nicht leicht verstehen konnte, weil ich an die strenge Rangordnung im gesellschaftlichen Leben gewöhnt war. Meiner Erfahrung nach ist es normalerweise schwierig, eine Gruppe zu kontrollieren, daher ist ein Befehlssystem erforderlich. Wenn zwei Menschen die gleiche Position innehaben, müssen sie arbeiten,…
Park Seong-min aus Seoul in Korea
Der Tag, an dem ich mit meiner Oma Samen von getrockneten Sesampflanzen abschüttelte
Eines Tages besuchte ich meine Großmutter kurz vor der Erntezeit im Herbst. Normalerweise trete ich früh den Heimweg an, um am nächsten Tag rechtzeitig zur Arbeit zu gehen, aber an diesem Tag beschloss ich, ihr beim Abschütteln von getrockneten Sesampflanzen unter die Arme zu greifen und etwas später als sonst nach Hause zurückzukehren. Sobald ich vorsichtig das Kakifeld überquerte, wo hier und da herabgefallene reife Kakis zu sehen waren, und das Sesamfeld betrat, wurde mir klar, dass es mehr Arbeit geben würde als erwartet. Das Feld überstreckte sich über den ganzen Berghang, und die zu Bündeln zusammengeschnürten Sesampflanzen standen dort aufgereiht wie Kinder auf einem Spielplatz. „Oma, sollten wir all diese Sesambündel abschütteln?“ „Wir können heute sowieso nicht damit fertig…
Jeon Yeong-seon aus Anyang in Korea
Ich suche meine Mutter
Als ich die Straße entlangging, sah ich ein Flugblatt mit der Aufschrift „Ich suche meine Mutter“. Ich hatte schon viele Flugblätter gesehen, auf denen Eltern nach ihren Kindern suchten, aber noch nie eines mit der Suche der Kinder nach ihren leiblichen Müttern. Das Flugblatt mit Informationen über die im Kindesalter verloren gegangene Mutter enthielt ein Kindheitsfoto der Inserentin und ihr aktuelles Foto, und über den Ort, an dem sie zum ersten Mal gefunden wurde. Die letzte Zeile des Flugblatts ließ mich einen Moment lang fassungslos zurück: „Ich warte sehnlichst darauf, dass sich jemand meldet, der sich an mich erinnert oder mich kennt“. Wie einsam muss jeder Geburtstag dieses Kindes gewesen sein! Wie verlassen und untröstlich all die Tage für ein…
Byeon Ah-young aus Yeosu in Korea
Es tut mir leid, dass ich dich an Schmerzen habe leiden lassen
Ich ging zum Kindergarten meiner Tochter Seo-hee, um sie abzuholen. Als ihre Lehrerin sie herausbrachte, sagte sie mit besorgtem Blick zu mir: „Seo-hee hat den ganzen Tag über mit den Augen geblinzt. Das ist nicht ihr erstes Mal. Ich mache mir Sorgen um sie.“ „Ah, sie hat empfindliche Augen, deshalb macht sie das, vor allem, wenn sie müde ist oder viel liest. Bringe ich sie früher ins Bett, dann geht es ihr wieder viel besser.“ Ich sagte es, als wäre es nichts Besonderes, und kam mit ihr nach Hause zurück. Jedoch schien mein Kind - aller Wahrscheinlichkeit nach unbewusst beeinflusst durch die Bemerkung ihrer Lehrerin - an diesem Tag ungewöhnlich häufiger als zuvor zu zwinkern. Beim Buchlesen, Essen und Reden…
Jeong Eun-jeong aus Seoul in Korea
Ich dachte, es wäre in Ordnung
Eines Tages fand ich eine Flasche Trinkjoghurt im Kühlschrank. Ich hatte vor einiger Zeit eine Packung Joghurt gekauft und dachte, ich hätte die ganze Packung aufgegessen, aber eine lag noch ganz tief im Kühlschrank versteckt. Und zwar war dessen Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, aber ich brachte es nicht leicht übers Herz, ihn wegzuwerfen. Da Joghurt im Grunde ein fermentiertes Lebensmittel ist, war ich voll und ganz davon überzeugt, dass ein Milchprodukt auch nach dem Verfallsdatum noch lange nicht in die Tonne müsste. Als ich ihn gerade zu mir nehmen wollte, kam meine Tochter in die Küche: „Mama, wir haben Joghurt? Kann ich bitte auch welchen haben?“ „Nein. Das Verbrauchsdatum für dieses Produkt ist bereits überschritten. Du wirst davon Bauchschmerzen bekommen.“ „Warum hast…
Jo Eun-jin aus Changwon in Korea
Eine nicht ausweichbare Verpflichtung
Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! Täte ich’s aus eigenem Willen, so erhielte ich Lohn. Tue ich’s aber nicht aus eigenem Willen, so ist mir doch das Amt anvertraut. 1. Kor 9,16-17 Seit meiner Kindheit ging ich mit meinen Eltern in die Kirche. Als ich in die Mittelschule kam, begann ich, die Bibel ernsthaft und zielstrebig zu studieren. Die Worte der Bibel, wie das Gleichnis vom Feigenbaum und die Prophezeiungen von Daniel und der Offenbarung, waren erstaunlich und faszinierend. Ich teilte das, was ich lernte, mit meinen Freunden. Nach und nach nahm die Zahl der Früchte zu. Die Gemeindemitglieder sagten…
Lee Jae-wook aus Sacheon in Korea
Freude an der Fruchternte
Als ich klein war, waren die Felder und Reisfelder in meinem Dorf auf dem Land mein Spielplatz. Meinen Eltern zu helfen war eines der lustigsten Spiele. In der arbeitsreichen Landwirtschaftssaison lief ich mit einer Hacke oder Spitzhacke in der Hand über die Felder oder folgte meinen Eltern, wenn sie Pestizide versprühten. Wenn die Erntezeit kam, half ich ihnen, die Feldfrüchte einzufahren, die sie ein Jahr lang gut gepflegt hatten, indem sie Bohnen und scharfe Paprika pflückten oder Süßkartoffeln ausgruben. Anstatt mich müde zu fühlen, war ich einfach froh, bei meiner Mutter bleiben zu können. Wann auch immer sie zur Arbeit gingen, stand ich ihnen jedes Mal hilfsbereit zur Seite. Die mit meinen Eltern auf den Feldern und Reisfeldern verbrachte Zeit…
Park Jeong-ah aus Gimcheon in Korea
Mutter von sechs Kindern
Meine Mutter war eine sehr freundliche und ruhige Person. Bei jeder Gelegenheit las sie mir mit sanfter Stimme ein Buch vor, was mir sehr gefiel. Bis zu meinem fünften Lebensjahr wuchs ich wie eine Prinzessin auf. Dann wurde meine kleine Schwester geboren. Sie sah aus wie ein Junge, weil sie nur wenige Haare und rote Pausbacken hatte. Da mein Großvater und meine Großmutter die Geburt ihres Enkels sehnsüchtig erwartet hatten, waren sie enttäuscht, als meine Schwester zur Welt kam. Nach dem ersten Geburtstag meiner Schwester begann der Bauch meiner Mutter wieder zu schwellen. Als sie mit ihrem geschwollenen Bauch und ihrem aufgedunsenen Gesicht zu einer Veranstaltung in meinem Kindergarten kam, schämte ich mich ein wenig für sie. „Andere Mütter haben…
Eun-jin Jo aus Changwon in Südkorea
Mich hat herzlich verlangt!
Vor zwei Jahren ging ich ins Krankenhaus, weil mein Knöchel sehr stark schmerzte. Der Arzt sagte mir, dass mein Gelenk stark abgenutzt sei, und so stimmte ich nach einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung und Beratung einem chirurgischen Eingriff zu. Ich wollte mich nach der Operation schnell wieder vollständig erholen, aber als der Tag der Operation näher rückte, hatte ich Angst, denn ich stellte mir immer wieder die Operationsszene vor und dachte sogar darüber nach, sie abzusagen. Am Tag der Operation ging ich in den Operationssaal und lag auf dem Bett, als würde ich auf den Tod warten. Wahrscheinlich weil ich solche Angst hatte, sah der Operationssaal kalt aus und sogar die weißen Kittel der Ärzte wirkten sich kalt auf mich aus.…
Kim Jong-su aus Seongnam in Südkorea
Ein gutes Beispiel
Eine mongolische Frau hat sich zur göttlichen Wahrheit bekannt. Die Schwester, die schlecht Koreanisch spricht, lernt die Kultur Zions kennen, beispielsweise wie man Gemeindemitglieder begrüßt und Gottesdienste verrichtet, indem sie uns aufmerksam beobachtet. Wenn ich mir also bewusst bin, dass sie an meiner Seite ist, spiegelt sich meine Gottesfurcht auf einmal etwas mehr als sonst in all meinen Worten und Taten wider. Da ich mich in einer Situation befinde, in der ich einem Zionsmitglied ein Vorbild sein muss, kommt mir die Lehre Jesu in den Sinn: Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. Joh 13,15 Jesus gab während seiner drei Jahre im öffentlichen Dienst jeden Tag ein christliches Vorbild an die Menschheit. Auch…
Lee Ji-won aus Gimhae in Südkorea
Entkommen aus dem Labyrinth
Eines Tages gingen die Gemeindemitglieder im Jungerwachsenenalter zusammen in den Busaner Bürgerpark. Der umweltfreundliche Park mit verschiedenen Themen bot viele Attraktionen. Bei einem Spaziergang durch den Park fiel uns ein interessanter Ort ins Auge: Es war ein Labyrinthgarten. Es gab komplizierte Routen in verschiedene Richtungen mit Kamelienbäumen als Mauern. Wir, die jungen Erwachsenen, waren voller Neugier, durften uns auf keinen Fall die Chance entgehen lassen, ohne Zögern durch das Labyrinth zu gehen. So betraten wir sofort den Irrgarten. Wir entschieden, dass derjenige, der zuerst aus dem Labyrinth herauskommt, der Sieger beim Wettlauf sein würde. Nachdem wir uns die Labyrinth-Karte am Startpunkt genau angesehen hatten, machten wir uns gleich auf den Weg. Zuerst folgte ich kurz entschlossen der Route und erinnerte…
Ryu Mi-gyeong aus Busan in Südkorea
Feste Überzeugung
Kürzlich habe ich etwas völlig Seltsames und Überraschendes erlebt: Es ging um ein im Ausland zum Verkauf angebotenes Kleid. Erstaunlicherweise nahmen die Leute die Farben dieses Kleides anders wahr. Daraufhin gab es eine Online-Debatte darüber, ob das gestreifte Farbschema des Kleides weiß-golden oder blau-schwarz sei. Als ich das Kleid auf dem Bildschirm betrachtete, fragte ich mich, warum es überhaupt Meinungsverschiedenheiten darüber gab, denn das Kleid sah in meinen Augen zweifellos weiß-golden aus. Ich zeigte es meinem Mann, weil ich nicht im Geringsten daran zweifelte, dass er genauso wie ich die Farben Weiß und Gold wahrnehmen würde, aber seine Antwort lautete nun ganz anders: „Ich sehe das Kleid blau-schwarz.“ Einen Moment lang traute ich meinen Ohren nicht und warf noch einmal…
Shin Mi-ae aus Seoul in Südkorea
Ornamente auf dem feinen Leinen
Vor kurzem war ich auf einer Hochzeit. Die Braut in einem reinweißen Kleid war so schön wie eine Prinzessin in einem Film. Sobald die Hochzeitszeremonie begann, legte der galante Bräutigam mit zügigen Schritten den Weg zum Traualtar zurück, woraufhin seine bezaubernde Braut in Erscheinung trat. Die Schmuckstücke zum Hochzeitsgewand glänzten im hellen Licht. Als ich jedes Ornament betrachtete, das je nach den Bewegungen der Braut in allen Farben strahlte und schillerte, blickte ich sie mit unverhohlener Bewunderung an: „Wie schön sie ist!“ Plötzlich kam mir ein Bibelvers in den Sinn: Die Gerechtigkeit der Heiligen ist das Ornament des Kleides aus feinem Leinen für Himmelsmutter bzw. die Frau des Lammes (Offb 19,7-8). Ich schaute auf mich selbst zurück zur Feststellung, ob…
Kim Nam-su aus Seoul in Südkorea
Die Schuhe meines Vaters
Es war, als ich nach langer Zeit meine Eltern zum Geburtstag meiner Mutter besuchte. Auf dem Weg zum Markt, um meiner Mutter ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen, traf ich zufällig meinen Vater, der auf dem Heimweg war. Da fielen mir seine abgetragenen Tennisschuhe ins Auge, die so fest zugebunden waren, dass keine Luft hindurchdringen konnte. „Vater! Warum trägst du an diesem heißen Tag Tennisschuhe? Hast du keine Sandalen?“ Er lächelte mich nur an und betrat das Haus, ohne darauf eine Antwort zu geben. Als ich mit einem Paar neuer Schuhe für meine Mutter den Laden verließ, erinnerte ich mich jedoch an die abgenutzten Sportschuhe meines Vaters. So ging ich noch einmal in den Laden und suchte neue Sandalen für ihn aus.…
Jeon Eun-ok in Seongnam in Südkorea
Wir sind alle Glieder des einen Leibes
Ich suchte ein Krankenhaus auf, weil ich Schmerzen im Nacken und in der Schulter empfand. Bei mir wurde ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Mit einer einfachen medizinischen Behandlung war er zu bewältigen, aber ich musste bei der Arbeit am Computer oder bei der Hausarbeit vorsichtig sein, damit ich keinen Druck auf meinen Nacken ausübte, was wiederum Druck auf meine Hüfte verursachte. Ungefähr zu dem Zeitpunkt, als ich anfing, weniger Schmerzen im Nacken zu verspüren, hatte ich sogar einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich. Nach der Behandlung meines Rückens und der Einnahme von Medikamenten fühlte sich mein ganzer Körper schwach an, wobei sogar meine Hände und Füße zu zittern begannen. Ich hatte Schwellungen und Schmerzen in meinen Beinen, was zu Schmerzen im Bereich vom Becken…
Gu Yeon-hui aus Suncheon in Südkorea
Obwohl Daniel wusste, zu den Löwen in die Grube geworfen zu werden
Als der König Darius über Babylon herrschte, drängten ihn seine Untertanen aus Eifersucht auf den königlichen Liebling Daniel dazu, ein Gesetz zu erlassen: „Jeder, der zu einem anderen Gott als dem König betet, soll in die Löwengrube geworfen werden.“ Daraufhin ließ der König den Erlass niederschreiben, und das Verbot trat in Kraft. Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte. Dan 6,11 Obwohl er sich der Gefahr bewusst war, sein Leben zu verlieren, kniete er dennoch wie gewohnt dreimal…
Kang Sun-bong aus Jinju in Südkorea
Mutterliebe
Kürzlich besuchte ich meine Mutter in meiner Heimatstadt. Sie war überglücklich, mich zu sehen, und durch ihren Gesichtsausdruck spürte ich ihre Liebe jenseits von Worten. Als ich gerade gehen wollte, nachdem ich einige Zeit mit ihr geplaudert hatte, drehte meine Mutter ihren Kopf um und wischte ihre Tränen ab. Als Kind wusste ich nie, was sie in ihrem Herzen fühlte. Damals trat ich unter Straßenlaternen von einem Fuß auf den anderen und ärgerte mich über meine Mutter, die wegen ihrer Arbeit immer spätabends nach Hause kam. Jedoch erkannte ich die Liebe meiner Mutter durch meine Frau. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, heißt mich meine Frau herzlich willkommen und meine Söhne laufen mir mit einem strahlenden Lächeln in…
Kim Guk-hwa aus Seoul in Südkorea
Erinnerungen an meine Mutter
Letzten Winter besuchte mich meine Mutter in den Vereinigten Staaten. Ich war so glücklich, jeden Tag von frühmorgens bis spätabends mit meiner Mutter zusammen zu sein, die ich zum ersten Mal seit sieben Jahren wiedersah. Drei Monate vergingen wie im Fluge und der Tag kam, an dem ich von ihr Abschied nehmen musste. Am Flughafen hätte ich am liebsten geweint, aber zum Abschied winkte ich ihr nur zu. Als ich nach Hause kam und das leere Zimmer betrat, brach ich schließlich in Tränen aus. Erinnerungen, wie sie mir jeden Morgen warmes Wasser, Tomaten, Bananen, Eier usw. brachte und wir abends gemeinsam in der Nachbarschaft Sport trieben, kamen mir in den Sinn: „Schau dir mal die Knospen an dem totgeglaubten Baum…
Lee So-yeong aus Hwaseong in Südkorea
Das ist etwas, was jeder tun kann
Zu Beginn des Herbstfestes habe ich mir das Ziel gesetzt, so vielen Menschen wie möglich das Evangelium zu verkünden und mit den Mitgliedern meiner Gemeinde Gottes vereint zu sein. Als Familienoberhaupt hatte ich das Gefühl, dass es schwierig sein würde, mir Zeit zum Predigen zu nehmen. Aber ich wollte Zion auch nur ein wenig helfen und machte mich nach Feierabend auf den Weg nach Zion. Obwohl ich gemeinsam mit meinen Gemeindemitgliedern Schritte für die Verkündigung des Evangeliums unternommen hatte, konnte ich ein paar Tage lang nicht anders, als einfach neben ihnen dazustehen. Als ich mich weiterhin jeden Tag an der Evangelisation beteiligte, mit der Absicht, noch ein bisschen mehr zu tun, gewann ich Mut und konnte die Wahrheit verbreiten. In…
Jang Seong-min aus Seongnam in Südkorea
Sohn, der dem Vater ähnelt
„Der Sohn sieht seinem Vater sehr ähnlich.“ Wenn mein Vater das von jemandem sagen hört, lächelt er von einem Ohr zum anderen. Manchmal frage ich mich, ob es für ihn so eine Freude ist, dass er so glücklich breit lächelt. Als ich noch ein Kind war, hörte ich eigentlich viele Leute sagen, dass ich meiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten sei, weshalb ich einfach dachte, dass ich ihr sehr ähnelte. Dann sagte eines Tages jemand zu meinem Vater, dass ich ihm zum Verwechseln ähnlich sei. Sobald er nach Hause kam, prahlte er vor meiner Mutter damit. Seitdem hörte ich immer häufiger, dass mein Vater und ich einander wie ein Ei dem anderen gleichen, und man fragte mich jedes Mal:…
Kim Seung-hyk in Madrid, Spanien