Rahab und der Drache

83,293 Abonnenten

… der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? Jes 51,9

Wir wollen uns mit dem Drachen und Rahab befassen, die Gott in der Vergangenheit durchbohrt und zerteilt hat und auch in den letzten Tagen in Stücke schlagen wird.

Das in Jesaja 51,9 erwähnte Wort „Rahab“ weist nicht auf die Prostituierte namens Rahab (רחב) hin, die nach dem Bericht von der Einnahme und Zerstörung Jerichos durch die Israeliten zwei von Josua gesandte Kundschafter in ihrem Haus versteckt und gerettet hat.

Das hebräische Wort „Rahab (רהב)“ist ein Seeungeheuer aus der antiken Mythologie, das von den Göttern unterworfen worden sein soll. Der Ursprung dieses Namens liegt in dem hebräischen Wort „Rah’-hab“ (רהב), das „Prahlerei, Sturm und Arroganz“ bedeutet. Das Seeungeheuer „Rahab“ symbolisiert Ägypten, das die Israeliten als Sklaven gefangen nahm und mit den zehn Plagen bestraft wurde.

Als das Königreich Juda von Assyrien eingeschüchtert und bedroht wurde, verließen sich die Juden auf Ägypten, jedoch beileibe nicht auf Gott. Damals sagte Gott:

Denn Ägypten ist nichts, und sein Helfen ist vergeblich. Darum nenne ich Ägypten »Rahab, die zum Schweigen gebracht ist«. Jes 30,7

Der Drache im Satz „der den Drachen durchbohrt hat“ bezieht sich auf das hebräische Wort „Tanin“, das mit „Schlange, Drache und Ungeheuer“ übersetzt wird.

Deshalb sagte der Prophet Jesaja, dass Gott „Rahab (das Seeungeheuer) auslöschte“, was sich auf die zehn Plagen bezog, die Gott über Ägypten brachte, um die Ägypter zu erschrecken, damit sie Israel ziehen ließen, und auch auf den Untergang der ägyptischen Armee im plötzlich zurückgefluteten Roten Meer, die das Meer zur Verfolgung der Israeliten betrat. In diesem Zusammenhang verglich Gott die Unterwerfung des ägyptischen Herrschers Pharao mit der Durchbohrung des Drachen.

Letztlich repräsentieren Rahab und der Drache ein und dasselbe. In erster Linie versinnbildlicht Rahab oder der Drache Ägypten und seinen Herrscher. Während der babylonischen Gefangenschaft symbolisierte er den König Babylons. Zweitens steht er für Satan, den König dieser sündigen Welt. Die großen Walfische, die Gott am 5. Tag schuf (1. Mose 1,21), sind ebenfalls auch eine Übersetzung von Tanin (Schlange, Drache und Ungeheuer). Das Tier, das zur prophetischen Zeit des 5. Tages aus dem Meer aufsteigt, erhält also Macht vom Drachen und herrscht 1.260 Jahre lang über die Kirchen.

Das aus dem Meer kommende Ungeheuer bzw. der Drache stellt sinnbildlich den Herrscher dieser Welt (des Meeres) dar, d. h. den Teufel. In den Büchern Daniel und Offenbarung heißt es also, dass das Tier, das gegen Gott spricht, aus dem Meer aufsteigt. Es sind die Elohim, die Gericht über den Teufel (den vorübergehenden Besitzer dieser Welt) bringen, ihn in den Pfuhl von Feuer und Schwefel werfen, Rahab in Stücke zerlegen und dieses Seemonster durchbohren werden. Die Elohim werden in den letzten Tagen um unserer Seelenrettung willen erscheinen. Lasst uns den Elohim, den Erlösern in diesem letzten Zeitalter des Heiligen Geistes, lobsingen und danken, die den Teufel richten, ihn in den See von brennendem Schwefel werfen und uns ins ewige Himmelreich führen werden.