Erleuchtung
Wir teilen große und kleine Erleuchtungen, die wir in unserem täglichen Leben haben, wenn wir mit Gott wandeln.
Die Liebe der Mutter ist etwas Besonderes
Manche sagen, dass unser irdisches Leben auf der Liebe beruht. Wenn man sich ansieht, wie ein Mensch in diese Welt hineingeboren wird und sich im Laufe der Zeit entwickelt, klingt das tatsächlich richtig, denn wir alle sind durch Liebe miteinander verbunden, indem wir uns umeinander kümmern und einander helfen. Es gibt verschiedene Formen der Liebe, z. B. in der Beziehung zwischen einem Freund und einer Freundin, zwischen Freunden, zwischen Eltern und Kindern und zwischen Brüdern und Schwestern. Außerdem gibt es Menschen, die Geld oder ihren Besitz lieben. Was ist dann der Wesenskern aller Formen der Liebe? Ich persönlich dachte, die Liebe entspringt egoistischen Motiven. Ich dachte: „Wenn ich jemanden beschützen will, dann deshalb, weil ich ihn brauche, und wenn ich…
Bayasakh Oyunbat aus Ulaanbaatar in der Mongolei
Die schönsten Finger der Welt
Als ich eine Grundschülerin war, wurde ich von meiner Tante in ein großes Krankenhaus geführt. Als ich dorthin ging, ohne den Grund zu kennen, sah ich jemanden, den ich kannte, in einer Patientenuniform. Es war meine Mutter. Sie freute sich, mich zu sehen, aber bald schrie sie auf. „Aua! Das tut weh!“ Als der Arzt ein Antiseptikum auf ihre mit Bandagen umwickelte Hand goss, sagte sie, es tue ihr weh, aber sie lächelte mich an, sobald sie mich sah. Da sie lächelte, nahm ich es nicht ernst, obwohl ich merkte, dass ihre Fingerspitzen blutverschmiert waren. Mama verließ das Krankenhaus nach einem Monat. Ich erhielt einen Anruf, dass ich mich mit ihr treffen sollte, bevor ich nach Hause gehe, und wartete…
Ahn Ji-yeong aus Kaohsiung in Taiwan
Sogar während ich schlafe
Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über eine Mutter, die sich um ihren kranken Sohn kümmerte. Ihr Sohn litt an einer Krankheit, die Atemprobleme verursachte, gefolgt von Muskelkontraktionen. Die Ärzte, die seine Krankheit diagnostizierten, sagten ihr, dass er nur noch achtzehn Monate zu leben hätte. Sie nahm ihren Sohn mit nach Hause und begann, seine Brust so oft wie möglich zu massieren, um seine Muskeln zu entspannen. Selbst als ihr Sohn schlief, hörte sie nicht auf, ihn zu massieren. Das Problem war, wenn sie schlafen musste. Sie machte Nickerchen, aber selbst dabei konnte sie nicht in einen tiefen Schlaf fallen, weil sie befürchtete, dass ihr Sohn an der Kurzatmigkeit sterben könnte. Also waren die maximalen Stunden, die sie pro…
Wei Wei aus Philadelphia PA in den USA
Wenn wir mit den Augen der Liebe schauen
Ich bestellte einen Kleiderständer, um meine Garderobe zu organisieren. Der Kleiderständer kam ein paar Tage später an. Obwohl ich wegen meiner Nachtarbeit keine Zeit hatte, baute ich den Ständer zusammen und begann, das Zimmer zu organisieren. Ich wollte schnell fertig werden, aber ich wurde müde, als ich halbwegs fertig war, und so ließ ich es für einige Tage so stehen. Eines Tages kam mein Mann nach Hause und betrachtete stirnrunzelnd das Ankleidezimmer. „Warum hast du inmitten des Aufräumens der Umkleidekabine aufgehört? Fühlst du dich gut, wenn das Zimmer unordentlich ist, wenn du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst?“ In einer solchen Situation würde ich normalerweise sagen: „Das kann passieren, wenn ich keine Zeit habe und mich nicht wohlfühle. Kannst…
Eun-Jeong Park aus Chungcheon in Korea
Ein Kind, das die Sterne nicht sehen kann
Auf einem leeren Grundstück in meiner Nachbarschaft hörte das Lachen der Kinder nie auf. Die Kinder spielten dort und vergaßen ihren Hunger, und wenn es immer dunkel wurde, versammelten sie sich, um Sterne zu zählen und nach Sternbildern zu suchen. Alle genossen es, bis auf ein Kind, mich. „Es gibt so viele Sterne da oben. Kannst du wirklich keine sehen?“ „Schau! Verbinden wir diese Sterne, bilden sie den Großen Wagen. Er sieht aus wie eine Kelle, so wie wir es in der Schule gelernt haben.“ „ ... “ Wenn meine Freunde mir all diese Fragen stellten und dabei auf den dunklen Himmel zeigten, konnte ich nichts sagen. Sie sagten, die Sterne leuchteten wunderschön am dunklen Nachthimmel wie verstreute Juwelen, aber…
Hui-Won Jang aus Seongnam in Korea
Die Erkenntnis eines Neulings unter den Hirten
Ich bin in einem der kältesten nördlichen Staaten der USA geboren und aufgewachsen, wo die Temperatur im Winter bis auf - 40℃ (- 40℉) sank. Im Sommer war es heiß; es erreichte bis zu 38℃ (100℉). Mein nächster Nachbar war 1,6 km (1 Meile) entfernt, und ich habe ihn nie wirklich kennengelernt. In Norddakota hatte mein Vater eine Farm, wo er Getreide säte und Schweine, Rinder, Pferde, Hühner und Truthähne züchtete. Einmal fragte ich meinen Vater, warum er keine Schafe züchte, obwohl es reichlich Weideland zum Grasen und reichlich Heu für den langen Winter gab. Er sagte nur, dass Schafe nicht die Art seien, die er gerne hüten würde. Da ich noch keine Erfahrung mit Schafen hatte, dachte ich, Schafe…
Alan Sayler aus Houston in den USA
Mutterliebe, derer ich mir nicht bewusst war
Bevor ich geboren wurde, lebte meine Familie in Lima, der Hauptstadt von Peru. Eines Tages gab es ein sehr starkes Erdbeben in einer Region in Peru. Zu dieser Zeit arbeitete mein Vater im Innenministerium und war zusammen mit einer Gruppe von Fachleuten für den Wiederaufbau der durch das Erdbeben beschädigten Region zuständig. Aus diesem Grund zog meine Familie nach Huaraz in Ancash. Nach ein paar Jahren wurde ich als letztes Kind von sechs Geschwistern geboren. Mein ältester Bruder war dreizehn Jahre älter als ich. Meine ganze Familie kümmerte sich liebevoll um mich. Eines Morgens stand ich auf und schaute aus dem Fenster meines Schlafzimmers. Es fielen Dinge wie weiße Perlen vom Himmel. „Wie schön!“ Ich wollte sie berühren. Schnell und…
Mertty Polack aus Lima in Peru
Der Gedanke der Mutter
Meine Schwester ist ein Jahr älter als ich. Da wir vom Alter her ähnlich sind, zankten wir uns oft wie Freunde. Bei all diesen Gelegenheiten schimpften meine Eltern jedoch mit mir. Ich konnte ihre Meinung nicht akzeptieren, egal wie gut sie mich behandelten, weil ich es für ungerecht hielt. Als ich zu arbeiten begann, zog ich von meinen Eltern aus und lebte allein. Ich ging einmal in der Woche zu ihnen. Eines Tages gingen meine Mutter, meine Schwester und ich nach langer Zeit zusammen in einem Kaufhaus einkaufen. Als wir uns hier und da umsahen, entdeckte meine Mutter die stark ausgetragenen Schuhe meiner Schwester und ging in ein Schuhgeschäft, um ein Paar Schuhe für sie zu kaufen. Ich dachte: „Sie…
Eun-Hye Choi aus Incheon in Korea
Die Selbstlosigkeit eines Feuerwehrmannes
„Sie waren Teil einer Elitetruppe, die an vorderster Front gegen Waldbrände kämpfte und Barrieren errichtete, um die Ausbreitung der Zerstörung zu stoppen. Aber in ihrer unberechenbaren Welt braucht es nicht viel, um eine Situation tödlich werden zu lassen.“ CNN berichtet von den 19 Feuerwehrleuten, die posthum dafür geehrt werden, dass sie sogar ihr Leben gaben, um die Flammen eines Waldbrandes in Arizona zu bekämpfen. Die gesamten Vereinigten Staaten trauern nicht nur um den Tod dieser furchtlosen Männer, sondern sind sich auch der Situation bewusst, in der sie sich befunden haben müssen, als sie sich dem Waldbrand näherten. In den USA besteht die Aufopferung eines Feuerwehrmannes nicht nur in der Aufgabe, sich einer Katastrophe zu stellen; sie beginnt schon bei der…
Michael Means aus Charlotte in NC, USA
Herausfinden des Geheimcodes
Ich habe in letzter Zeit ein neues Fahrradschloss gekauft. Aber als ich bei der Einstellung der geheimen Zahlenkombination fürs Zahlenschloss mit aller Kraft an diesem neuen digitalen Veloschloss herummurkste, schnappte es auf einmal von selbst zu. Es gab da nur zwei Möglichkeiten: entweder das Schloss zu durchsägen oder alle Zahlen von 0001 bis 9999 einzeln auszuprobieren. Ich überlegte einige Minuten und entschied mich schließlich für eine lange und mühselige Fleißarbeit, das vierstellige Zahlenschloss zu knacken, weil ich nicht bereit war, die Kosten für ein weiteres Fahrradschloss auf mich zu nehmen. Als ich die Zahlen 0001, 0002, 0003 ... 0080 durchprobiert hatte, verzogen sich meine Lippen allmählich in einem Anflug von Reue: „Ist es alles doch nicht dumm und töricht, so…
Kwon Min-seong aus Cheonan in Korea
Wir hoffen auf das, was wir nicht sehen
Während meines Glaubenslebens gab es Momente, in denen ich Gottes Liebe vergaß und mich erschöpft oder überfordert fühlte. Aber Gott schenkte diesem armen, unzulänglichen Sünder jeweils mit Bibelversen wie diesen immer wieder Kraft, Trost und neue Hoffnung: Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld. Röm 8,24-25 Obwohl ich dank Gott die Erlösung durch Hoffnung erlangt habe, scheine ich nicht selten die Liebe Gottes aus dem Auge und aus dem Sinn verloren zu haben, weil ich mein Alltagsleben zu sehr auf diese sichtbare Welt gerichtet…
Yoo Jeong-soo in Las Piñas auf den Philippinen
Ohne Kinder
Am Tag der Einberufung meines Sohnes in die Armee fuhr ich ihn zum Ausbildungslager und kehrte allein nach Hause zurück. Ich fühlte mich, als wäre ein Stück meines Herzens abgerissen worden. Das Heim ohne ihn fühlte sich leer und verlassen an, und schon der Anblick der Fußgängerwege, die wir gemeinsam entlanggegangen waren, war herzzerreißend. Die Tränen stiegen mir auf einmal in die Augen, als ich an den Restaurants, Teehäusern und Cafés vorbeiging, die wir häufig miteinander aufgesucht hatten. Sogar die Orte, an denen wir zusammen mit viel Spaß und Vergnügen eine erlebnisreiche und unvergessliche Zeit verbracht hatten, sind nun ohne ihn bedeutungslos geworden. Mein Gedanke voller Sehnsucht nach meinem Sohn lässt mich die ganze Zeit immer wieder in Richtung Trainingslager…
Yoon Mi-ae aus Incheon in Korea
Geistlicher Auftrieb
Der Blauwal, das größte bekannte Säugetier der Erde, wiegt als ausgewachsenes Tier über 100 Tonnen. In der südlichen Hemisphäre gibt es sogar Blauwale, die bis zu 180 Tonnen wiegen, was wirklich beeindruckend ist. Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass diese riesigen Wale nicht untergehen, sondern im Wasser schwimmen. Dies ist der Auftriebskraft zu verdanken. Auftrieb in Flüssigkeiten und Gasen ist eine nach oben gerichtete Kraft, die einem eingetauchten Körper entgegenwirkt, weil der Wasser- bzw. Gasdruck an der Unterseite größer ist als an der Oberseite. Ohne Auftrieb könnten Wale, aber auch andere Meerestiere, Menschen, Schiffe usw. im Wasser nicht schwimmen bzw. schweben. In den Abgrund der Sünde abgestürzt, hat die im Grunde nicht zu rettende Seele ganz unerwartet eine geistliche Auftriebskraft…
Park Eun-seo aus Daegu in Korea
Der wahre Grund für das Warten
„Mama hat lange gewartet, bis du geboren bist.“ Das habe ich schon seit meiner Kindheit oft von meiner Mutter gehört. Sie erzählte, dass sie nach ihrer Hochzeit gehofft hatte, schnell ein Kind zu bekommen, doch entgegen ihrer Erwartung musste sie lange warten, bis sie mich empfing. Deshalb feierten viele Menschen in ihrem Umfeld die Neuigkeit, und als sie hochschwanger war, streckte sie ihren Bauch noch stolzer heraus, um ihn zu zeigen. Als Hauptfigur dieser oft wiederholten Geschichte berührte sie mich jedoch nie besonders. Schließlich waren es ja doch die Gefühle meiner Mutter, nicht meine. Manchmal verstand ich aber beim besten Willen nicht, warum sie immer wieder dieselbe Leier abspielte. Eines Tages, als ich ein Buch über Kommunikation las, fiel mir…
Jo Seong-ye aus Cuiabá in Brasilien
Die Kraft der Dankbarkeit
Ich habe einmal einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Die Kraft der Dankbarkeit“ gesehen. Die Hauptfigur, ein Vater von zwei Kindern, litt ständig unter Depressionen und war stark alkoholabhängig. Der Wendepunkt in seinem Leben kam, als er begann, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Sobald er die Dinge aufzuschreiben anfing, für die er dankbar war, hörte er mit dem Trinken auf. Tag für Tag teilte er seine Dankbarkeit mit seinen Kindern, und die familiären Beziehungen entwickelten sich positiv und es herrschte stets eine gute, friedliche Atmosphäre. Die größte Veränderung zeigte sich jedoch in seinem Gesichtsausdruck: Er lächelte nun strahlend und freudig. Die Menschen in seiner Umgebung lobten ihn für sein breites Lächeln und seine Freude über die kleinsten Dinge und sagten: „Ich möchte…
Park Yun-ju aus Melbourne in Australien
Eine goldene Regel für den Umgang mit den Menschen
Ich dachte über die Lehren von Jesus aus der Bergpredigt nach: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. Mt 7,12 Jeder möchte sehr wohlwollend und menschenfreundlich behandelt werden. Es gibt jedoch einen Grundsatz, der dabei unbedingt befolgt werden muss: Wenn Sie von anderen respektiert, geliebt, gelobt, verstanden, getröstet und bedient werden wollen, dann sollten Sie sie zuerst respektieren, lieben, loben, verstehen, trösten und bedienen. Im umgekehrten Fall, wenn Ihnen Kritik und Hass wirklich von tiefster Seele zuwider sind, sollten Sie sich gefälligst damit zurückhalten, die anderen zu kritisieren oder zu hassen. Letztendlich lautet eine goldene Regel für menschliche Beziehungen: „Behandeln Sie Ihre Mitmenschen in allem…
Jo Mun-gyeong aus Seoul in Korea
Gute Früchte aus gutem Boden
Ich besuchte die Wochenendfarm meiner jüngeren Schwester auf der Insel, um Knoblauch und Zwiebeln zu ernten. Die im letzten Herbst einzeln gepflanzten Knoblauchzehen waren zum Zeitpunkt der Ernte zu sechs Knoblauchzehen herangewachsen. Meine Schwester und ihr Mann waren sehr zufrieden und sagten, dass die diesjährige Knoblauch- und Zwiebelernte im Vergleich zum letzten Jahr viel besser ausgefallen sei. Sie erzählten, dass sie sich sehr angestrengt hätten, um in diesem Jahr eine gute Ernte zu erzielen, weil sie aus den schlechten Ertragsmengen des letzten Jahres gelernt hätten. Als Erstes reicherten sie den Boden an, indem sie natürlichen Dünger herstellten. Sie mischten und fermentierten verschiedene Zutaten wie Kaffeesatz, Presskuchen, EM (Effektive Mikroorganismen1) und Reishülsen und verteilten die Mischung dann auf den Feldern. Dank…
Ahn Hee-yeon aus Seoul in Korea
Unsere Mutter
Unsere Mutter denkt nur an ihre Kinder. Mutter jätet Unkraut in der sengenden Sonne, prüft unzählige Male, ob die Sesamkörner reif sind, erntet sie sorgfältig mit der Hand, wobei die reifen Kapseln zunächst getrocknet werden, und versendet die herausgesiebten Samen mit einem Paketdienst an jedes ihrer Kinder, die sehr weit von ihrem Geburtsort entfernt leben. Sie gibt alles her, was sie hat. Und jedes Mal, wenn sie ihre Kinder anruft, fragt sie nur, ob sie Unterstützung brauchen. Selbst wenn ich sie im Telefonat, bei dem ich die ganze Zeit im Mittelpunkt stehe, mit Mühe nach Gesundheit und Wohlergehen frage, bekomme ich immer die gleiche Antwort: „Mir geht's wunderbar. Solange es dir gut geht, ist alles in Ordnung.“ Ich hatte es…
Park Hye-yeong aus Gimhae in Korea
Drei Tage zum Sehen
Helen Keller war eine Person, die weder hören noch sehen noch sprechen konnte. Mithilfe ihrer Lehrerin Anne Sullivan, die sich liebevoll und hingebungsvoll um sie kümmerte, zeigte Helen Keller jedoch eine übermenschliche Willenskraft und lernte schließlich, Bücher in Blindenschrift zu lesen und sich auszudrücken. In ihrem Essay „Drei Tage zum Sehen“ schrieb sie: „Am ersten Tag sollte ich die Menschen sehen wollen, deren Freundlichkeit und Sanftmut mein Leben lebenswert gemacht haben. Am zweiten Tag sollte ich mit der Morgendämmerung aufstehen und das aufregende Wunder sehen, durch das die Nacht in den Tag verwandelt wird. Den dritten Tag sollte ich in der alltäglichen Welt verbringen, inmitten der Menschen, die ihren Geschäften nachgehen. Wenn mir schon die bloße Berührung so viel Freude…
Kim Jin aus Bucheon in Korea
Ich bin dankbar, eine Mutter zu sein
Es war an einem Sonntagmorgen. Ich wachte nach langem Ausschlafen auf und stellte fest, dass die Sonne bereits hoch am Himmel stand. Neben meinem schlafenden Sohn liegend, wollte ich noch etwas länger im Bett bleiben. Aber ich konnte nicht, denn ich bin ja eine Mutter bzw. habe meine Mutterpflichten, zum Beispiel das Zubereiten des Frühstücks für die Familie u. v. a. m. Ich weckte meinen Sohn aus dem Schlaf und sagte scherzhaft zu ihm: „Lieber Sohn, ich möchte nicht mehr Mutter sein.“ „Warum denn, Mutti?“ „Weil ich das Gefühl habe, dass ich schon zu lange deine Mutter bin. Jetzt sollst du meine Mutter werden!“ „Wenn ich in den Himmel komme, werde ich mich wie deine Mutter um dich kümmern“, fügte…
Jeong Mi-yeong aus Seoul in Korea