Glaube und Leben

Dies hilft Gläubigen, die hoffen, der Duft Christi zu werden, ein rechtes Glaubensleben zu führen.

Wissen jenseits der Worte

Es gibt zwei Arten von Wissen: ein Wissen, das sich in Worte fassen lässt, und ein anderes, das sich nicht in Sprache ausdrücken lässt. Das erste nennt man explizites Wissen, das zweite implizites Wissen. Implizites Wissen ist wie der riesige Teil eines Eisbergs, der unter der Wasseroberfläche verborgen liegt – etwas, das man kaum beschreiben, sondern nur durch Erfahrung tiefgründig verstehen kann. Um beispielsweise Autofahren zu lernen, reicht es nicht, ein Fahrschulbuch zu lesen; man muss sich tatsächlich ans Steuer setzen. Um eine Mahlzeit zu kochen, genügt bei Weitem nicht nur ein flüchtiger Blick auf ein Rezept; man muss sie selbst zubereiten. Dieses ganz besondere Gefühl, die Fertigkeit und das Fachwissen, die man durch praktische Erfahrung erwirbt, fallen unter die…

Menschen vor der Natur

Der Himalaya wird als das „Dach der Welt“ bezeichnet. Obwohl es mittlerweile über 70 Jahre her ist, seit der neuseeländische Bergsteiger Edmund Hillary im Mai 1953 die ersten Fußabdrücke auf dem 8.848 Meter hohen Mount Everest hinterließ, gilt der Himalaya aufgrund seiner Unzugänglichkeit und schweren Bezwingbarkeit immer noch als ein „Göttliches Reich“. Neben Gefahren wie steilen Eiswänden, unberechenbaren Lawinen, Gletscherspalten (tiefen Spalten in der Gletscheroberfläche), die wie Minen verborgen sind, und der Höhenkrankheit gibt es oberhalb von 8.000 Metern über dem Meeresspiegel die sogenannte Todeszone. Dort sinkt der Sauerstoffgehalt aufgrund des niedrigen Luftdrucks auf ein Drittel, die Temperatur fällt auf minus 30 bis 50 °C und alle ungeschützten Körperteile erleiden Erfrierungen. Viele Bergsteiger konnten aufgrund extremer Strapazen nicht mehr vom…

Komplimente richtig machen

„Ein Kompliment richtig zu machen, ist eine Kunst, die erlernt werden muss.“ Max Müller Ein Kompliment, das sich unaufrichtig oder gekünstelt anfühlt, stets dasselbe ist oder nur halbherzig – wenn nicht gar widerwillig – ausgesprochen wird, wirkt oft schlimmer, als gar keines über die Lippen zu bringen. So wie das Erschaffen eines schönen Kunstwerks stetige Übung und Mühe erfordert, braucht es auch bewusste Anstrengung, um Komplimente zu machen, die andere wirklich berühren und ihnen Freude bereiten. Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, die Stärken Ihrer Mitmenschen aufmerksam zu beobachten und diese auch auszusprechen, werden Sie zu jemandem, der bedeutungsvolle und herzliche Komplimente schenken kann.

Die Fabel vom Kastanienhain

Ein Mann wanderte durch die Berge, als plötzlich ein Vogel mit ungewöhnlich großen Flügeln an ihm vorbeiflog und im Gebüsch verschwand. Neugierig nahm der Mann seine Steinschleuder und folgte dem Vogel. Er entdeckte ihn auf einem Ast sitzend, völlig regungslos und ahnungslos, dass sich ihm der Mann näherte. Bei genauerem Hinsehen stellte er fest, dass der Vogel eine Gottesanbeterin im Visier hatte. Doch auch die Gottesanbeterin nahm den Vogel nicht wahr, denn sie lauerte voller Konzentration einer Zikade nach. In diesem Moment kam ein Förster auf den Mann zu und schimpfte mit ihm, weil er ihn irrtümlich für einen Kastaniendieb hielt. Erst da begriff der Mann, dass er bei der Verfolgung des Vogels auf ein fremdes Grundstück mit Kastanienbäumen geraten…

Das Prinzip der Unschuldsvermutung

Die Unschuldsvermutung ist ein Rechtsgrundsatz, der besagt, dass jede beschuldigte Person bis zum rechtskräftigen Beweis ihrer Schuld durch ein Gericht als unschuldig gilt. Dieser Gedanke verfestigte sich während der Französischen Revolution und wurde später in moderne Verfassungen übernommen. Bevor es diesen Grundsatz gab, mussten Angeklagte ihre Unschuld oft selbst beweisen. Da von vornherein von einer Schuld ausgegangen wurde, wurden viele Unschuldige zu Unrecht bestraft. Um solchen Ungerechtigkeiten einen Riegel vorzuschieben, wurde dieser Grundsatz zum Schutz Unschuldiger geschaffen. Bekannte Rechtsgrundsätze wie „Es ist besser, zehn Schuldige freizulassen, als einen Unschuldigen zu bestrafen“ und „Es ist schlimmer, einen Unschuldigen zu verurteilen, als einen Schuldigen freizulassen“ basieren auf diesem Gedanken. Doch dieser Grundsatz gilt nicht nur vor Gericht; er kann auch in unseren…

Wenn die Tasse randvoll ist

Ein neu ernannter Landrat wurde in ein kleines Dorf versetzt. Da er schon in jungen Jahren die höchste Beamtenprüfung bestanden hatte und rasch zum Oberkreisdirektor aufgestiegen war, suchte er mit stolzgeschwellter Brust den weisesten und angesehensten Dorfältesten auf. „Was glauben Sie, ist die wichtigste Tugend bei der Verwaltung dieses Dorfes?“, fragte er den betagten Weisen. Der Älteste antwortete schlicht: „Das Böse zu vermeiden und so viele gute Taten wie möglich zu vollbringen.“ Der frischgebackene Landrat runzelte die Stirn: „Darüber weiß doch schon jedes Kind Bescheid! Machen Sie sich etwa über mich lustig?“ Der Dorfälteste blieb ruhig und gelassen. Er sagte kein Wort, sondern bot dem Beamten stattdessen eine Tasse Tee an. Als er einzugießen begann, erreichte der Tee schnell den…

Selbst die kleinsten Dinge zählen

„Ein kleiner Sonnenstrahl kann durch ein winziges Loch scheinen; und es sind nicht die großen Felsbrocken, sondern die kleinen Kieselsteine, über die wir stolpern.“ Schon der britische Autor Arthur Conan Doyle erinnerte uns an die Macht der Details. Tatsächlich ist es oft das Unscheinbare, das später unerwartete Probleme verursacht. Doch ebenso kann selbst die kleinste Tat der Schlüssel zur Lösung sein. Um uns vor unbewussten Rückschlägen zu schützen und ein Leben voller Möglichkeiten aufzubauen, sollten wir lernen, auch den kleinen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken und sie nach bestem Wissen und Gewissen zu pflegen.

Was passiert, wenn wir unseren Geruchssinn verlieren?

„Wenn Sie auf einen Ihrer fünf Sinne verzichten müssten, welchen würden Sie wählen?“ In einer Umfrage der Universität von Pennsylvania war die häufigste Antwort auf diese Frage der Geruchssinn. Im Vergleich zum Sehen oder Hören wird der Geruchssinn oft als weniger wichtig angesehen. Doch sein Verlust kann sowohl unser Wohlbefinden als auch unsere Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen. Ohne die Fähigkeit zu riechen, wird selbst der Genuss beim Essen getrübt. Die Zunge kann lediglich die Grundgeschmacksrichtungen (süß, salzig, bitter, sauer und umami) unterscheiden. Die vielfältigen Aromen, die wir während einer Mahlzeit wahrnehmen, stammen jedoch größtenteils aus unserem Geruchssinn. Der Geruchssinn steigert nicht nur den Genuss, sondern dient auch unserer Sicherheit: Er warnt uns vor verdorbenen Lebensmitteln, Gaslecks oder Bränden. Der Verlust dieses…

Eine einzige Botschaft

„Die Insel der fünf Leuchttürme“, geschrieben vom spanischen Autor Ferran Ramón Cortés, ist ein Buch über die Überwindung von Kommunikationsproblemen anhand von fünf Leuchttürmen. Der Protagonist ist verwirrt über die unerwartet verhaltene Reaktion des Publikums auf einen Seminarvortrag, den er selbst für gelungen hielt. Er fragt seinen Mentor nach dem Grund dafür. Anstatt ihm eine direkte Antwort zu geben, rät dieser ihm, auf eine Insel mit fünf Leuchttürmen zu reisen und jeden von ihnen einzeln zu beobachten, um die Antwort zu finden. Die Lehre des ersten Leuchtturms ist besonders eindrucksvoll: Dieser Leuchtturm blinkt jede Nacht etwa dreitausend Mal. Er sendet sein Licht ununterbrochen an 365 Tagen im Jahr an die Schiffe, die das dunkle Meer befahren, und übermittelt dabei nur…

Das Unglück vor lauter Gier

In Teilen Afrikas wenden die Einheimischen angeblich eine clevere und einfache Methode an, um Affen zu fangen: Sie hängen einen Beutel, der mit den bevorzugten Früchten der Affen gefüllt ist, an einen Baumast im am stärksten frequentierten Streifgebiet der Tiere. Die Öffnung des Beutels ist gerade so groß, dass die flache Hand eines Affen hindurchpasst. Sobald ein Affe die Früchte entdeckt, greift er in den Beutel und nimmt eine Handvoll davon. Mit der geballten Faust kann er die Beute jedoch nicht mehr durch die enge Öffnung herausziehen. Selbst wenn sich die Jäger nähern, lässt der Affe die Früchte nicht los – und wird schließlich gefangen. Manchmal kann Gier alles zerstören. Es ist wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen, nach dem…

Nützliche Scham

Scham ist ein Gefühl, das wir empfinden, wenn wir etwas falsch gemacht oder einen Fehler begangen haben. Genauer gesagt entsteht sie nicht einfach aus dem Fehlverhalten selbst, sondern aus der Angst, von anderen als fehlerhaft wahrgenommen zu werden. Deshalb empfinden Menschen Scham je nach der Blickweise anderer unterschiedlich, selbst wenn sie denselben Fehler gemacht haben. Dr. Anna Lembke, Professorin für Psychiatrie an der Stanford University, unterscheidet zwei Arten von Scham: „destruktive Scham“ und „nützliche Scham“. Destruktive Scham wird von einem Minderwertigkeitsgefühl begleitet. Sie führt letztlich zu Depression sowie Verzweiflung oder verleitet dazu, auf Tadel und Vorwürfe mit Abwehr zu reagieren. Nützliche Scham hingegen entspringt dem aufrichtigen Wunsch, das eigene Verhalten zu reflektieren und Fehler nicht zu wiederholen. Sie entsteht, wenn…

Wo sich die Bienen versammeln

In meinem Dorf findet regelmäßig ein Fünf-Tage-Markt statt. Nach langer Zeit machte ich mich mal wieder auf den Weg dorthin, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Als ich an einem Getreidestand vorbeikam, hörte ich ein Summen. Bienen schwirrten unablässig über den verschiedenen Getreidesorten herum. Neugierig fragte ich den Besitzer, der mir erklärte, dass es sich um Bio-Getreide handele. Er fügte hinzu, dass Bienen niemals über mit Pestiziden behandelten Körnern schwärmen würden. So strömen auch die Kinder Gottes nach Zion herbei, wo Gottes Wort gegenwärtig ist und die physische, psychische und seelische Atmosphäre vom Duft des Lebens durchdrungen ist. Sicherlich würden seine Kinder nicht an Orten zusammenkommen, die vor lauter lebloser Gesetzlosigkeit geistlich entseelt sind. Ich danke Gottvater und Gottmutter,…

Gu Yeon-hui aus Suncheon in Korea

Sommerlicher Ofen und winterlicher Fächer (夏爐冬扇)

An einem brütend heißen Sommertag erhielt ein Mann von einem seiner Freunde einen Ofen geschenkt. Bei der ohnehin schon großen Sommerhitze war ein Heizofen kein willkommenes Geschenk für ihn. Als der Winter kam und die kalten Winde wehten, schenkte ihm derselbe Freund einen Fächer. Auf die Frage des Freundes, ob ihm das Geschenk gefalle, antwortete er frustriert: „Mein Freund, was soll ich mit einem Fächer im bitterkalten Winter? Wenn du mir schon etwas schenken willst, dann schenke mir doch im Sommer einen Fächer und im Winter einen Ofen!“ Ein anderer Freund erhielt genau dieselben Geschenke, reagierte aber völlig anders: „Ich kann deine Geschenke jeweils wunderbar nutzen. Den Ofen benutze ich, um in der Monsunregenzeit Wäsche zu trocknen, und im Winter…

Der Irrtum eines kleinen Baumes

Neben einem hohen, üppig belaubten Baum stand ein kleiner Baum mit spärlichem Blätterdach. Dieses Bäumchen glaubte, es sei wegen des großen Baumes daneben nicht gut emporgewachsen. „Der große Baum nimmt mir einfach das ganze Sonnenlicht weg.“ „Wenn er nur nicht da wäre, könnte ich auch ohne Weiteres in die Höhe wachsen.“ „Ich erleide doch wegen dieses Riesenbaums großen Schaden!“ Eines Tages kam ein Holzfäller vorbei, entdeckte diesen großen Baum und fällte ihn, weil er sein Holz für ausgezeichnet hielt. Der kleine Baum freute sich über alle Maßen, in der zuversichtlichen Überzeugung, dass er nun groß und stark werden könnte. Doch schon bald darauf verdorrte der kleine Baum und brach zusammen. Er war zu schwach gewesen, um der grellen Sonne und…

Der Kaninchen-Effekt

Um die Auswirkungen einer fettreichen Ernährung auf die Herzgesundheit zu untersuchen, führte ein US-Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Robert Nerem ein ungewöhnliches Experiment durch. Eine Gruppe genetisch nahezu identischer Kaninchen erhielt eine extrem fettreiche Nahrung. Wie zu erwarten war, stiegen die Fettwerte in den Blutgefäßen der Tiere rasch an. Dennoch gab es eine erstaunliche Ausnahme: Eine Gruppe von Kaninchen blieb im Vergleich auffallend gesund. Nachdem das Forschungsteam auf dieses unerwartete Phänomen gestoßen war, untersuchte es die Ursachen durch den Vergleich verschiedener Faktoren. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass der für die jeweilige Gruppe zuständige Betreuer entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit der Kaninchen hatte. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, die die Kaninchen lediglich stumm fütterten, sprach ein Mitarbeiter dieser einen Gruppe…

Die Kraft der Dankbarkeit

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. 1. Thess 5,18 Dieser Bibelvers ist auch über religiöse Kreise hinaus allenthalben bekannt und geschätzt. Interessanterweise spiegelt er auch eine wissenschaftliche Wahrheit wider: Psychologen in den Vereinigten Staaten haben die Auswirkungen von Dankbarkeit untersucht und messbare Veränderungen im menschlichen Körper festgestellt, wenn Menschen Dankbarkeit ausdrücken. Dankbarkeit aktiviert den linken präfrontalen Kortex – den Teil des Gehirns, der mit positiven Emotionen wie Liebe und Begeisterung verbunden ist. Diese Aktivierung trägt dazu bei, Stress abzubauen und das Glücksgefühl zu steigern. Dankbarkeit schafft zudem ein Gefühl der Verbundenheit und Geborgenheit mit anderen und fördert so eine bessere Kommunikation und emotionale Bindung. Prof. Robert Emmons, Psychologieprofessor an der…

Die Ordnung des Waldes

Blickt man in einem dichten Wald nach oben, fällt etwas Bemerkenswertes auf: Die Baumkronen scheinen Abstand voneinander zu halten. Ihre Äste breiten sich aus, als wollten sie eine Berührung absichtlich vermeiden. Dieses Phänomen nennt man Kronenscheu. Die Lücken zwischen den Ästen sind so präzise und gleichmäßig, dass sie zu bewusst wirken, um bloßer Zufall zu sein. Alles deutet darauf hin, dass hinter dieser natürlichen Anordnung ein tieferer Sinn steckt. Doch warum geschieht das? Die genaue Ursache ist zwar noch immer nicht vollständig geklärt, doch es gibt einige plausible Theorien. Die gängigste Erklärung besagt, dass jeder Baum versucht, möglichst viel Sonnenlicht einzufangen. Da sich überlappende Äste gegenseitig schattieren, steuern die Bäume ihr Wachstum so, dass sie ihre Nachbarn möglichst wenig beeinträchtigen.…

Die Kellner-Regel

Vor nicht allzu langer Zeit griff der leitende Manager eines Großkonzerns an Bord eines Flugzeugs eine Flugbegleiterin an. Durch sein absurdes Verhalten, das in einem Gefühl der Überlegenheit wurzelte, brach der sorgsam aufgebaute Ruf des Unternehmens über Nacht ein. Der Manager wurde schließlich entlassen, und das Unternehmen musste Blut und Wasser schwitzen, um die Folgen dieses Skandals zu bewältigen. „Wer Sie gut behandelt, sich aber gegenüber einem Kellner arrogant verhält, ist kein guter Mensch.“ Dies ist eine bekannte Redensart in den USA, die oft als „Kellner-Regel“ bezeichnet wird. Unter Führungskräften gilt zudem der Grundsatz: „Wer Servicepersonal schlecht behandelt, kann keine erfolgreiche Führungskraft werden.“ Dabei geht es nicht nur um den Umgang mit Kellnern. Respektlosigkeit gegenüber Menschen in einer vermeintlich schwächeren…

Die Weisheit der 90 Sekunden

Emotionen werden oft mit Wellen verglichen. So wie ein Mensch, der sich im Ozean unachtsam bewegt, von den Wellen mitgerissen werden kann, können auch wir in emotionale Turbulenzen geraten, wenn wir die Kontrolle über unsere Gedanken verlieren. Doch genau wie Wellen, die brechen und schnell wieder verschwinden, vergehen auch intensive Emotionen. Wenn das Gehirn beispielsweise auf einen negativen Reiz trifft, aktiviert es das sympathische Nervensystem und schüttet Stresshormone aus. Dies löst körperliche Reaktionen wie Herzrasen, eine zitternde Stimme oder ein gerötetes Gesicht aus. Diese Hormone bleiben jedoch nur etwa 90 Sekunden lang im Blutkreislauf aktiv. Danach sind sie physiologisch weitgehend abgebaut, und der Körper beginnt, sich zu beruhigen. Die Neurowissenschaftlerin Jill Bolte Taylor erklärt in diesem Zusammenhang: „Wenn Sie nach…

Der Kaktus in der Wüste

Alle lebenden Organismen benötigen Nährstoffe, um zu überleben. Pflanzen, die nach dem Verwurzeln ortsgebunden sind, gewinnen diese durch Photosynthese. Die Photosynthese ist ein Prozess, bei dem Pflanzen die Energie des Sonnenlichts nutzen, um aus Wasser und Kohlendioxid den Nährstoff Glukose herzustellen. Damit dies gelingt, muss die Pflanze winzige Poren – die sogenannten Stomata – öffnen, um Kohlendioxid aus der Luft aufzunehmen. Für Kakteen in wasserarmen Wüsten würde das Öffnen der Stomata während des heißen Tages bedeuten, dass sie ihre gespeicherte Feuchtigkeit verlieren und austrocknen. Wüsten sind zwar extrem trocken, aber selten „schwülheiß“ – die Luft ist dort meist sengend trocken. Um zu überleben, ist daher eine verlässliche Strategie zur Wassereinsparung und Nährstoffgewinnung unerlässlich. Kakteen haben deshalb eine besondere Methode entwickelt:…

Der Kaktus in der Wüste

4:45
0:00 4:45

Wiedergabegeschwindigkeit

1x

Diese Stimme wurde mit KI generiert. Geringfügige Abweichungen sind möglich.