Glaube und Leben
Dies hilft Gläubigen, die hoffen, der Duft Christi zu werden, ein rechtes Glaubensleben zu führen.
Die Bedrohung durch Einsamkeit
Studien belegen, dass Einsamkeit nicht nur die psychische Gesundheit belastet, sondern auch die körperliche Gesundheit ernsthaft gefährdet. Laut Untersuchungen steht Einsamkeit in engem Zusammenhang mit Arteriosklerose, die zu Bluthochdruck führen kann, sowie mit chronischen Entzündungen im Körper. Zudem kann sie Lern- und Gedächtnisprobleme verursachen. Darüber hinaus verändert anhaltende Einsamkeit das Immunsystem, beeinträchtigt die Antikörperproduktion und schwächt die Abwehrkräfte gegen Viren. Infolgedessen haben sozial isolierte Menschen ein deutlich höheres Risiko, an Krebs-, Infektions- und Herzerkrankungen zu erkranken, als sozial gut eingebundene Personen. Ob Kolleginnen und Kollegen, Freunde oder die Familie – sie alle sind wertvolle Menschen, die uns vor der Einsamkeit schützen.
Die Kunst des Kintsugi
Die Kunst des Kintsugi: Keramik ist zerbrechlich und geht leicht kaputt, wenn sie herunterfällt oder angestoßen wird. Normalerweise gilt ein zerbrochenes Keramikstück als nutzlos und wird einfach weggeworfen. Doch in manchen Fällen gewinnt ein zerbrochenes Stück sogar an Wert – dank einer Technik namens Kintsugi. Kintsugi ist ein japanisches Wort, das sich aus „kin“ (Gold) und „tsugi“ (Verbindung) zusammensetzt. Es ist die traditionelle Kunst, zerbrochene Keramik zu reparieren, indem die Bruchlinien mit einer Mischung aus Baumlack und echtem Gold-, Silber- oder Platinpulver veredelt werden. Der Legende nach zerbrach im 15. Jahrhundert ein japanischer General aus Versehen seine Lieblingsteeschale und schickte sie zur Reparatur nach China. Sie kam mit unansehnlichen Metallklammern zusammengehalten zurück. Enttäuscht beschloss er, sie stattdessen mit Gold reparieren…
Heiliger Held (聖雄), Admiral Yi Sun-sin
„Es ist wahr, dass Togo (der berühmte japanische Admiral) herausragende militärische Erfolge erzielt hat. Doch im Vergleich zu Admiral Yi Sun-sin reicht er nicht einmal an dessen einzelnen Zeh heran. Hätte Yi Sun-sin dieselbe gesamtstaatliche Unterstützung sowie die Fülle an Waffen und Kriegsschiffen besessen wie Horatio Nelson, wäre unser Japan über Nacht erobert worden.“ Kawada Kou, Marine-Strategieforscher „Yi Sun-sin war in Bezug auf Führungskompetenz, taktische Fähigkeiten, Loyalität gegenüber seinem Vaterland und Mut ein geradezu wundergleicher, idealer Soldat. In der Weltgeschichte hat es niemanden gegeben, der Lee Sun-sin gleichkäme.“ Shiba Ryotaro, Schriftsteller Auf diese Weise wurde Lee Sun-sin selbst von den Japanern hoch verehrt. Er selbst jedoch hielt in seinem „Nanjung Ilgi“ (Kriegstagebuch) Folgendes über sich fest: „Dass mir ein bescheidener…
Wenn man über andere redet
Ein Schüler suchte seinen Lehrer auf und fragte ihn: „Du hast gesagt, dass üble Nachrede drei Menschen schadet.“ „Ja“, antwortete dieser, „sie macht den Verleumder, den Zuhörer und den, über den gesprochen wird, zu Opfern.“ „Was soll ich also tun, um unter keinen Umständen Verleumdungen über andere in Umlauf zu bringen?“ Erfreut über seinen Schüler, der das Gelernte beherzigen wollte, antwortete der Lehrer lächelnd: „Denke an drei Dinge, bevor du über andere sprichst. Erstens: ‚Habe ich es selbst gehört oder gesehen?‘ Zweitens: ‚Ist das, was ich sagen will, gut?‘ Drittens: ‚Ist es notwendig?‘“ Um diese Weisheit nicht zu vergessen, sagte sich der Schüler die Worte immer wieder aufs Neue auf. Der Lehrer sah ihn an, lächelte milde und fügte hinzu:…
Die richtige Reihenfolge unserer Aufgaben
Der weltbekannte Wirtschaftswissenschaftler Dr. Stephen Covey unterteilte die täglichen Aufgaben in vier Kategorien: ① dringende und wichtige Aufgaben ② nicht dringende, aber wichtige Aufgaben ③ dringende, aber nicht wichtige Aufgaben ④ weder dringende noch wichtige Aufgaben In welcher Reihenfolge sollten wir diese Aufgaben also angehen? Die meisten sind sich einig, dass ① zuerst und ④ zuletzt erledigt werden müssen. Das eigentliche Dilemma liegt zwischen ② und ③: Sollten wir dem Dringenden oder dem Wichtigen Priorität einräumen? Dr. Covey rät uns, uns auf die wichtigen Aufgaben zu konzentrieren. Da Zeit begrenzt ist, verliert man im Strudel dringender Angelegenheiten leicht den Überblick. Wenn wir ständig dringende Aufgaben priorisieren, geraten die wirklich wichtigen in den Hintergrund – und letztendlich verbringen wir unser gesamtes…
Reue über Versäumtes
„Nicht genug gelernt.“ „Mehrere wichtige Chancen im Leben verpasst.“ „Nicht genug Zeit mit Familie und engen Freunden verbracht.“ Laut einer Studie von Thomas Gilovich, Psychologieprofessor an der Cornell University, gehören diese Gedanken zu den Dingen, die Menschen am meisten bedauern, wenn sie auf ihr Leben zurückblicken. Es gibt zwei Arten von Reue: Einerseits bedauern wir, wenn etwas, das wir getan haben, enttäuschend verlaufen ist. Andererseits bedauern wir Dinge, die wir nie getan haben – obwohl sie zu einem guten Ergebnis hätten führen können. Letzteres hinterlässt die tiefste Reue. Wir Menschen neigen naturgemäß dazu, ungemachte Erfahrungen idealisiert zu betrachten. Wir stellen uns vor, unser Leben wäre unweigerlich besser verlaufen, hätten wir jene Dinge nur getan. Deshalb hält die Reue über das…
Freundlichkeit weitergeben: Das Prinzip „Pay it forward“
Stellen Sie sich vor: Sie verlieren an einem fremden Ort Ihre Geldbörse – und jemand übernimmt in dieser misslichen Lage spontan das Fahrgeld. Sie steigen vollgepackt die Treppen der U-Bahn-Station hinauf – und jemand bietet Ihnen freundlich an, eine der schweren Taschen zu tragen. Oder Sie können unterwegs vor plötzlichem Unwohlsein kaum noch auf den Füßen stehen – und jemand kommt mit beherzten Schritten zu Hilfe ... Jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens Hilfe von anderen, sei es in großen oder kleinen Dingen. Wenn es sich dabei um eine bekannte Person handelt, hat man die Möglichkeit, sich zu revanchieren. Bei Fremden hingegen trennen sich die Wege meist schnell – und oft fällt es schwer, solche kleinen Freundlichkeiten direkt zu…
Der Dieb, der sich selbst bestohlen hat
Es gab einmal einen weltweit berühmt-berüchtigten Juwelendieb. Er verstand es meisterhaft, der Oberschicht ihre wertvollsten Schmuckstücke zu entwenden. Er agierte so klug und gerissen, dass er der Polizei über viele Jahre hinweg immer wieder entwischte. Eines Tages jedoch wurde er bei einem Einbruch auf frischer Tat ertappt und zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Als er schließlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, war er bereits sechzig Jahre alt – die Blütezeit seines Lebens lag hinter ihm. Von tiefem Bedauern über seine Vergangenheit erfüllt, zog er in ein kleines Dorf, um fortan ein ehrliches Leben zu führen. Dort wurde er eines Tages von einem Reporter interviewt, der ihm folgende Frage stellte: „Von all den unzähligen Reichen dieser Welt: Wessen Besitz haben Sie…
Ein Boot, das auf die Flut wartet
Im Büro des Stahlkönigs Andrew Carnegie hing ein altes Gemälde. Das Bild, das er so sehr schätzte, war weder das Meisterwerk eines berühmten Künstlers noch eine wertvolle Antiquität. Es war schlicht die einfache Darstellung eines Bootes an einem sandigen Strand. Als Carnegie in seiner Jugend noch als Haustürverkäufer von Tür zu Tür zog, entdeckte er das Bild im Haus eines alten Mannes und kaufte es ihm auf dessen höfliche Bitte hin ab. Am unteren Rand des Bildes stand geschrieben: „Die Flut wird ganz gewiss kommen." Das verlassen wirkende Boot wartete auf das steigende Wasser. Genau wie dieses Boot, das erst bei Flut aufs offene Meer hinausfahren kann, glaubte Carnegie felsenfest daran, dass auch er mit dem Kommen seiner persönlichen Lebensflut…
Die benötigte Zeit zur Lösung eines Problems
Es gab ein mathematisches Problem1, das in der American Mathematical Society in New York (AMS) lange Zeit als unlösbare Herausforderung galt. Doch bereits 1903 wurde es von Frank Nelson Cole, einem Mathematikprofessor an der Columbia University, gelöst. 1. Im Zentrum des Rätsels standen die sogenannten Mersenne-Primzahlen – Zahlen der Form: 2p - 1. Der französische Mönch und Mathematiker Marin Mersenne hatte bereits im 17. Jahrhundert behauptet, dass die Zahl 267 - 1 (also 147.573.952.589.676.412.927) eine Primzahl sei. Da es sich um eine gigantische, 18-stellige Zahl handelte, konnte das über 250 Jahre lang niemand überprüfen oder widerlegen. Es galt in der Mathematik als ungelöstes Rätsel, ob Mersenne recht hatte oder ob diese Zahl doch in kleinere Faktoren zerlegt werden konnte. Die…
Die Lehre von den Zellen
Zellen sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Fünf nebeneinanderliegende Zellen wären gerade einmal so breit wie ein einzelnes Haar. Selbst eine befruchtete Eizelle, die als vergleichsweise große Zelle gilt, misst lediglich 0,2 Millimeter. Und doch nimmt das Leben in diesen mikroskopisch kleinen Einheiten seinen Anfang: Durch kontinuierliche Teilung und Differenzierung formen sie den gesamten menschlichen Körper. Die Gesamtzahl der Zellen eines gesunden Erwachsenen wird auf etwa 37 Billionen geschätzt. Wollte man diese zählen – mit einer Geschwindigkeit von 10 Zellen pro Sekunde –, würde das rund 120.000 Jahre dauern. Der menschliche Körper beherbergt über 200 verschiedene Zelltypen. Ob Immun-, Fett-, Blut- oder Nervenzellen: Sie alle schließen sich zu Geweben zusammen, und aus dem Verbund verschiedener…
Wenn Sie weder ein noch aus wissen
Bevor Sie ein Haus bauen, müssen Sie sich in allererster Linie vorstellen, wie das fertige Zuhause aussehen wird. Auf diese Weise können Sie herausfinden, welche Schritte zu unternehmen, welche Materialien zu verwenden und was für ein solider Plan zu entwerfen ist. Diese Vorgehensweise gilt nicht nur für den Hausbau, sondern auch für das Leben. Stephen Covey, ein bekannter amerikanischer Wirtschaftsdenker, gab diesen Rat einmal im zweiten Kapitel „Beginne mit dem Ziel vor Augen" aus seinem weltbekannten Bestseller „Die 7 Wege zur Effektivität" (Original: „The 7 Habits of Highly Effective People"). Mit anderen Worten: Stellen Sie sich vor, wie Sie am Ende Ihres Lebens in Erinnerung bleiben möchten. Wenn Sie sich das vorstellen, wird Ihnen klarer, wie Sie jetzt leben und…
Die väterliche Liebe des Kaiserpinguins
Ein runder Körper, kurze Beine und ein watschelnder Gang auf dem Eis – so stellen wir uns einen Pinguin vor. Unter ihnen ist der „Kaiserpinguin“ die größte Art. Vielleicht wirken sein Bauch deshalb noch dicker und seine Beine noch kürzer als bei anderen Pinguinen. Tatsächlich sind diese körperlichen Merkmale des Kaiserpinguins optimal an das Ausbrüten der Eier angepasst. Nachdem das Pinguin-Weibchen ein einziges Ei gelegt hat und zur Nahrungssuche ins Meer aufgebrochen ist, übernimmt das Männchen monatelang allein das Brüten. In der Antarktis, dem Lebensraum der Kaiserpinguine, herrscht extreme Kälte von oft unter –50 Grad Celsius. Um das Ei unter diesen Bedingungen vor dem Gefrieren zu schützen, legt der Pinguinvater es auf seine Füße und bedeckt es mit einer warmen,…
Was Sie zuallererst tun sollten – und die Sache mit den Ausreden
Es war einmal ein Mann, der sich von seinen Kollegen oft vernachlässigt und ausgeschlossen fühlte. Eines Tages vertraute er sich schließlich seinem Chef an: „Ich habe das Gefühl, dass mir auf der Arbeit niemand wirklich zuhört. Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe, aber sie behandeln mich einfach wie Luft.“ Sein Chef antwortete, er könne es ihm erklären, aber nur, wenn der Mann sich bereit erklärte, alle ihm aufgetragenen Aufgaben ohne Murren und Bedenken zu erledigen. Der Mann willigte ein. „Fangen Sie mit der wichtigsten Aufgabe an“, wies der Chef ihn an. Der Mann nickte zustimmend mit dem Kopf und machte sich an die Arbeit. Als der Chef am nächsten Morgen das Büro betrat, fragte er seinen Untergebenen…
Geistliche Vitamine
Schon in jungen Jahren war ich von schwacher körperlicher Konstitution, ermüdete schnell und litt unter chronisch heftigem Nasenbluten. Deshalb gehörte es zur täglichen Routine meiner Mutter, mich jeden Tag nach dem Frühstück mit Vitaminen zu versorgen – auch während meiner Studienzeit, meines Auslandsstudiums und meines Militärdienstes. Dank dieser unermüdlichen Fürsorge und Liebe meiner Mutter gewann mein Körper nach und nach an Kraft und Ausdauer. Auf dieselbe Weise versorgt uns auch die Himmelsmutter beständig mit geistlichen Vitaminen. Gott belebt unsere Seelen durch die Feste des neuen Bundes, segnet uns jede Woche am Sabbat und schenkt uns alle drei Tage Reinigung durch den Gottesdienst am Dienstag. So erfahren unsere Seelen täglich Heilung und Erneuerung. Ich möchte diese geistlichen Vitamine, welche die Gottmutter…
Kwon Yong-jung aus Pyeongtaek in Korea
Stromausfall
In diesem Sommer dauerte die Regenzeit außergewöhnlich lang an. Die Gegend um das Haus meiner Mutter war von Überschwemmungen betroffen, und als der Wetterbericht weitere Regentage ankündigte, holte ich sie zu mir nach Hause. Die Zeit verging wie im Flug, während wir uns leise unterhielten. Aus Sorge, sie könnte hungrig sein, bereitete ich schnell das Abendessen zu. Ich drehte mich gerade um, als plötzlich der Fernseher den Geist aufgab, der Kühlschrank verstummte und das ganze Haus in Dunkelheit versank. Stromausfall! Ich überprüfte schnell den Sicherungskasten, konnte aber nichts Ungewöhnliches finden. Sicherheitshalber holte ich eine Taschenlampe sowie eine Kerze hervor und rief meinen Mann an. Erst als er nach Hause kam und das durchgebrannte Kabel austauschte, hatten wir wieder Licht. Laut…
Gu Yeon-hui aus Suncheon in Korea
Ein achtjähriger Sohn, der seinen Vater rettete
Ein Mann in China hatte aufgrund akuter Leukämie nur noch sechs Monate zu leben. Seine einzige Überlebenschance war eine Knochenmarktransplantation – doch auch nach drei Monaten war kein passender Spender gefunden. Die Familie war verzweifelt, als schließlich doch noch die rettende Nachricht eintraf: Ein Match war gefunden worden. Der Vater weigerte sich jedoch zunächst entschlossen, der Operation zuzustimmen, als er erfuhr, wer der Spender sein sollte: sein erst achtjähriger Sohn. Erst nach eindringlichem Zureden seiner Frau, die ihm erklärte, dass das Kind die Liebe seines Vaters für sein ganzes Leben brauche, gab er schweren Herzens nach. Um als Spender infrage zu kommen, musste der Junge allerdings mindestens 10 kg zunehmen, um ein Zielgewicht von 45 kg zu erreichen. Er steigerte…
Eine Reise, die die Zeit zurückdrehte
Im Jahr 1979 schaltete eine Zeitung im US-Bundesstaat Ohio eine Anzeige für eine einwöchige, kostenlose Reise für acht hochbetagte Menschen Ende 70 bis Anfang 80. Die ausgewählten Teilnehmer machten sich auf den Weg in ein abgelegenes Dorf. Es gab zwei eiserne Regeln: Sie mussten sich so verhalten und sprechen, als schrieben sie das Jahr 1959 – als wären sie also 20 Jahre jünger –, und sie mussten den gesamten Haushalt selbst führen. Die Villa war komplett mit Gegenständen aus dem Jahr 1959 eingerichtet. Die Senioren sahen Filme und lasen Zeitschriften aus dieser Zeit und diskutierten über historische Ereignisse, als wären sie brandaktuell. Trotz ihres hohen Alters und ihrer körperlichen Gebrechlichkeit putzten sie ihr Haus selbst, wuschen Wäsche, spülten Geschirr und…
Eine Lektion von einer Spinne
Eine Armee wurde in einer Schlacht vernichtend geschlagen und fast vollständig ausgelöscht. Der General, der nur knapp überlebt hatte und sich mit seinen letzten Männern in einer Höhle versteckte, wollte sich aus Scham das Leben nehmen und zog bereits sein Schwert aus der Scheide. Da erblickte er plötzlich eine Spinne, die am Höhleneingang ein Netz spann. Der Wind hinderte sie immer wieder daran, das Netz fertigzustellen. Doch sie ließ sich keinen Augenblick entmutigen und schaffte es schließlich im siebten Versuch. Nachdem der Feldherr das Geschehen beobachtet hatte, steckte er sein Schwert wieder in die Scheide und sprang auf. „Ich bin schließlich erst einmal gescheitert!“, sagte er zu sich selbst. Er raffte sich zusammen und kehrte auf das Schlachtfeld zurück. Diesmal…
Vom armen Bauern, der sein Geld verlor
Ein armer Bauer war auf dem Heimweg vom Besuch bei seinem Sohn. Die dreihundert Nyang1, die er von ihm erhalten hatte, trug er um die Hüfte geschnallt. Als er einen Gebirgspass überquerte, entdeckte er einen großen Felsen, setzte sich darauf, um sich kurz auszuruhen, und ging dann weiter. Doch unterwegs merkte er, dass etwas fehlte: Er hatte den Beutel, den er auf dem Felsen abgelegt hatte, genau dort liegen lassen. 1. Eine historische koreanische Münzwährung der Joseon-Dynastie. In aller Hast kehrte er dorthin zurück und sah einen alten Mann, der den Geldbeutel in der Hand hielt. Der Greis sagte zu ihm: „Wenn ich die Geldtasche weggenommen hätte, wäre derjenige, der sie verloren hat, sehr traurig gewesen. Und hätte ich sie…