Glaube und Leben
Dies hilft Gläubigen, die hoffen, der Duft Christi zu werden, ein rechtes Glaubensleben zu führen.
Es ist an der Zeit, alternde Eltern mit Liebe zu überschütten
Für ein kleines Kind sind seine Eltern wie ein riesiger Baum, der selbst beim strömenden Regen und Wind standhaft bleibt. Das Kind isst Früchte vom Baum, rennt umher, wie es ihm gerade Spaß macht, spielt, tobt nach Herzenslust aus und schläft geschützt vor Regenschauern, Windböen und Sonne tief in seinem Schatten. Und dann wächst es heran, verlässt den Baum und lebt selbstständig. Der auf ewig stark und grün erscheinende Baum hat nur noch entlaubte, dürre und unförmige Äste, nachdem er alles an das Kind abgegeben hat. Im Gegensatz zu an deren Tieren sind neugeborene Kinder lange Zeit auf die Fürsorge und Hilfe ihrer Eltern angewiesen, bis sie selbstständig auf eigenen Füßen stehen können: Erst mit einem Jahr können sie langsam…
Die unsichtbare Liebe
Vor einigen Jahren sah ich im Video ein Aquarium mit allen kunterbunten Korallen verziert. Dort drinnen schwammen Salzwasserfische wie Stachelkugelfische, gelbe Doktorfische, Cartoon-Clownfische und Blaustreifen-Kaiserfische herum. Es war so schön, dass es schien, als wäre ein Teil des Ozeans dorthin versetzt worden. Auf einmal packte mich doch die Neugier, genau zu erfahren, wie man Salzwasserfische in einem Aquarium züchtet, also recherchierte ich zu diesem Thema und fand heraus, dass es viel komplizierter ist als die Haltung von Süßwasserfischen: Zunächst braucht man ein einfaches Aquarium und einen separaten Sumpfbehälter, um mithilfe einer Pumpe durch einen speziell auf Salzwasserfische abgestimmten Filter gefiltertes Wasser bereitzustellen. Nach dem Einrichten des Salzmessgeräts zum Einstellen des Salzgehalts des Wassers, der Unterwasserheizung, des Thermometers, der Beleuchtung, des…
Gang Jona in Moskau (Russland)
Stellen Sie goldene Regeln für ein glückliches Zuhause auf!
Ein glückliches Familienleben steht immer wieder auf dem Wunschzettel für ein neues Jahr. Glück ist jedoch nicht von Natur aus gegeben, nicht durch Zufall oder von selbst. Glück kommt zu denen, die sich ohne Unterlass, beständig und gewissenhaft darum bemühen und darin üben. Was tun Sie, um Ihre Familie glücklich zu machen? Wenn Ihre Familienangehörigen gemeinsam danach streben, wird dies sicherlich einen wertvollen Synergieeffekt erzeugen. Beginnen Sie also sogleich mit Denkrunden und stellen Sie dann Glücksregeln für Ihr glückliches Zuhause auf. Doch das Allerwichtigste dabei ist, nach dem Aufstellen Ihrer Glücksregeln zu Taten überzugehen. Wenn Sie die Regeln ab diesem Monat bis zum Jahresende befolgen, würden sich dann all Ihre Familienmitglieder nicht zum Jahresausklang viel glücklicher fühlen als jetzt? Tipps…
Sei selbst derjenige, der dient
Nachdem ich Gott angenommen und mein Glaubensleben begonnen hatte, fielen mir in Zion einige Dinge auf, die an keinem anderen Ort zu sehen waren. Zunächst war es schwierig herauszufinden, wer älter als ich und schon seit langer Zeit ein Kirchengänger war. Der Grund dafür lag darin, dass ich niemanden sah, der Autorität über andere ausübte. Zweitens beteiligten sich alle sehr aktiv am Bibelstudium, Reinigungsarbeiten und ehrenamtlichen Diensten, obwohl niemand sie darum gebeten hatte. Das waren die Dinge, die ich nicht leicht verstehen konnte, weil ich an die strenge Rangordnung im gesellschaftlichen Leben gewöhnt war. Meiner Erfahrung nach ist es normalerweise schwierig, eine Gruppe zu kontrollieren, daher ist ein Befehlssystem erforderlich. Wenn zwei Menschen die gleiche Position innehaben, müssen sie arbeiten,…
Park Seong-min aus Seoul in Korea
Hilfsfähige und -willige Menschen
Der italienische Astronom Galilei (1564-1642) sagte einmal: „Wir können zwar einem Menschen nichts beibringen, sondern ihm dabei nur helfen, sich selbst zu entdecken.“ Es gibt viele Möglichkeiten, jemanden unter die Arme zu greifen: Zum einen können Sie Ihr erworbenes Wissen und Ihre am eigenen Leib gemachten Erfahrungen direkt weitergeben oder als Vermittler auftreten und ihm in allen seinen Nöten mit Trost und Ermutigung zu Hilfe kommen. Aber wenn Sie die Selbstbeherrschung bei Aussagen und im Verhalten an den Tag legen, die einer hilfsbedürftigen Person Respekt zeigen, anstatt auf alle Fälle Ihren eigenen Willen durchzusetzen, fühlt sie sich getröstet und mit neuer Zuversicht bzw. Hoffnung erfüllt.
Über die Stufen des Glaubens
Doris Martin, eine weltweit anerkannte Fachberaterin, ist nach 20-jähriger Beobachtung und Untersuchung verschiedener Menschen zu einer folgenden Schlussfolgerung gelangt: Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg im Leben ist auf den Habitus eines Menschen zurückzuführen. Der Begriff Habitus, ein Konzept des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, bezieht sich auf die Gewohnheiten und Vorlieben, die durch die Erziehung oder das soziale und kulturelle Umfeld buchstäblich in den Körper eingebrannt werden. In ihrem Buch widmete sie sich vorwiegend dem Habitus von Personen, die in verschiedenen Bereichen große Erfolge erzielt haben. Sie stellte in den meisten Fällen gemeinsame Belehrungen bzw. Unterweisungen fest, die sie erhielten, wie z. B.: 1. Lassen Sie sich von jeweiliger Kritik der anderen nicht beeinflussen! 2. Großzügigkeit schafft Würde. 3. Setzen…
Der Tag, an dem ich mit meiner Oma Samen von getrockneten Sesampflanzen abschüttelte
Eines Tages besuchte ich meine Großmutter kurz vor der Erntezeit im Herbst. Normalerweise trete ich früh den Heimweg an, um am nächsten Tag rechtzeitig zur Arbeit zu gehen, aber an diesem Tag beschloss ich, ihr beim Abschütteln von getrockneten Sesampflanzen unter die Arme zu greifen und etwas später als sonst nach Hause zurückzukehren. Sobald ich vorsichtig das Kakifeld überquerte, wo hier und da herabgefallene reife Kakis zu sehen waren, und das Sesamfeld betrat, wurde mir klar, dass es mehr Arbeit geben würde als erwartet. Das Feld überstreckte sich über den ganzen Berghang, und die zu Bündeln zusammengeschnürten Sesampflanzen standen dort aufgereiht wie Kinder auf einem Spielplatz. „Oma, sollten wir all diese Sesambündel abschütteln?“ „Wir können heute sowieso nicht damit fertig…
Jeon Yeong-seon aus Anyang in Korea
Flugunfähige Vögel
Neuseeland, ein friedlicher und ruhiger Inselstaat, beherbergt angeblich mehr als 20 flugunfähige Vögel: Einer von ihnen ist der neuseeländische Wappenvogel Kiwi und die anderen sind der Kakapo, der Takahe, die Wekaralle, der Zwergpinguin (Blaupinguin) usw. Der Grund, warum es gerade in Neuseeland so zahlreiche flugunfähige Vogelarten gibt, ist, dass sie keine natürlichen Feinde außer dem Menschen zu fürchten hatten. Da sie reichlich Nahrung, Schutzraum vorfanden und keine natürlichen Fressfeinde um sich hatten, brauchten sie nicht in die Luft zu fliegen, und ihre Flügel waren durch das lange Leben auf dem Erdboden so degeneriert, dass sie nicht mehr zu fliegen vermochten. Nach der Einwanderung der Europäer wurden jedoch natürliche Feinde wie Hunde, Wiesel u. a. v. m. eingeführt, die sie an…
Ich suche meine Mutter
Als ich die Straße entlangging, sah ich ein Flugblatt mit der Aufschrift „Ich suche meine Mutter“. Ich hatte schon viele Flugblätter gesehen, auf denen Eltern nach ihren Kindern suchten, aber noch nie eines mit der Suche der Kinder nach ihren leiblichen Müttern. Das Flugblatt mit Informationen über die im Kindesalter verloren gegangene Mutter enthielt ein Kindheitsfoto der Inserentin und ihr aktuelles Foto, und über den Ort, an dem sie zum ersten Mal gefunden wurde. Die letzte Zeile des Flugblatts ließ mich einen Moment lang fassungslos zurück: „Ich warte sehnlichst darauf, dass sich jemand meldet, der sich an mich erinnert oder mich kennt“. Wie einsam muss jeder Geburtstag dieses Kindes gewesen sein! Wie verlassen und untröstlich all die Tage für ein…
Byeon Ah-young aus Yeosu in Korea
Unbequemes Glück genießen!
Um uns herum gibt es viele Erfindungen, die unser Leben angenehmer und leichter machen: Zum Beispiel brauchen wir jetzt in den eigenen vier Wänden lediglich einen Finger zu rühren, um eine gewünschte Ware innerhalb kürzester Zeit zuverlässig und bequem nach Hause geliefert zu erhalten. Außerdem können wir auch online miteinander kommunizieren, ohne uns persönlich zu treffen. Aber das bequeme Leben bringt nicht immer Glück. Die Entwicklung des Verkehrswesens führt uns zu Bewegungsmangel, weil immer weniger Zeit für Spaziergänge bleibt, und durch die Nutzung der praktischen Smartphones entsteht eine neue Krankheitserscheinung, nämlich die sogenannte „Digitale Demenz“. Manchmal empfinden wir selbst eine kleine Unannehmlichkeit als groß. Das sind die Nebenwirkungen der Gewöhnung an die Bequemlichkeit. In diesem Monat geht es darum, das…
Wenn Sie Ihre Ohren öffnen, dann öffnet sich Ihr Herz
Es herrscht jeweils eine soziale Interaktion (Beziehung) zwischen Lehrer und Schüler, Arzt und Patient, Führungskraft und Gefolgschaft usw. Das Gleiche gilt auch für Gespräche: Redner und Zuhörer. Mit anderen Worten: Ein Gespräch besteht aus „Sprechen“ und „Zuhören“, wobei Sprecher und Zuhörer Worte miteinander austauschen. Dies nennt man „Kommunikation“. Es gibt jedoch viele Fälle, in denen das Zuhören aufgrund der falschen Vorstellung, dass das Sprechen das wichtigste Tool in der Kommunikation sei, relativ vernachlässigt wird. Einseitig geäußerte Worte sind nur Erklärungen oder Zwänge und keine Gespräche. Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner nicht zuhören, sondern nur Ihre Worte ausschütten, fühlen Sie sich vielleicht im Moment gut, aber Sie werden die Kommunikation mit Ihren Mitmenschen irgendwann verlieren. Wenn Sie dem anderen nicht zuhören oder…
Gesundheit, die erste und wichtigste Voraussetzung für Glück!
Die zunehmende Umweltverschmutzung, schlechte Essgewohnheit, falsche Ernährung, Bewegungsmangel durch bequeme Verkehrsmittel und die Computerisierung der Arbeit usw. sind Warnsignale für die Gesundheit des modernen Menschen. Die medizinischen Fähigkeiten werden zwar immer besser, aber das Auftreten von Krankheiten und mutierten Viren in bisher unbekanntem Ausmaß ist ebenfalls einer der Faktoren, die die Gesundheit bedrohen. Deshalb achten die Menschen heute verstärkt auf ihre Gesundheit. Fast jeder nimmt Nahrungsergänzungsmittel und gesunde Lebensmittel zu sich, geht regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, bevorzugt Bioprodukte und kauft alles, was als gesundheitsfördernd bekannt ist. In vielen Büchern werden die Geheimnisse eines gesunden Lebens vorgestellt, und das Internet ist voll von gesundheitsbezogenen Informationen. Warum interessieren sich die Menschen für ihre Gesundheit und investieren großzügig in sie? Weil sie glücklich sein…
Es tut mir leid, dass ich dich an Schmerzen habe leiden lassen
Ich ging zum Kindergarten meiner Tochter Seo-hee, um sie abzuholen. Als ihre Lehrerin sie herausbrachte, sagte sie mit besorgtem Blick zu mir: „Seo-hee hat den ganzen Tag über mit den Augen geblinzt. Das ist nicht ihr erstes Mal. Ich mache mir Sorgen um sie.“ „Ah, sie hat empfindliche Augen, deshalb macht sie das, vor allem, wenn sie müde ist oder viel liest. Bringe ich sie früher ins Bett, dann geht es ihr wieder viel besser.“ Ich sagte es, als wäre es nichts Besonderes, und kam mit ihr nach Hause zurück. Jedoch schien mein Kind - aller Wahrscheinlichkeit nach unbewusst beeinflusst durch die Bemerkung ihrer Lehrerin - an diesem Tag ungewöhnlich häufiger als zuvor zu zwinkern. Beim Buchlesen, Essen und Reden…
Jeong Eun-jeong aus Seoul in Korea
Ich dachte, es wäre in Ordnung
Eines Tages fand ich eine Flasche Trinkjoghurt im Kühlschrank. Ich hatte vor einiger Zeit eine Packung Joghurt gekauft und dachte, ich hätte die ganze Packung aufgegessen, aber eine lag noch ganz tief im Kühlschrank versteckt. Und zwar war dessen Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, aber ich brachte es nicht leicht übers Herz, ihn wegzuwerfen. Da Joghurt im Grunde ein fermentiertes Lebensmittel ist, war ich voll und ganz davon überzeugt, dass ein Milchprodukt auch nach dem Verfallsdatum noch lange nicht in die Tonne müsste. Als ich ihn gerade zu mir nehmen wollte, kam meine Tochter in die Küche: „Mama, wir haben Joghurt? Kann ich bitte auch welchen haben?“ „Nein. Das Verbrauchsdatum für dieses Produkt ist bereits überschritten. Du wirst davon Bauchschmerzen bekommen.“ „Warum hast…
Jo Eun-jin aus Changwon in Korea
Gottes Geschenk an meinen abgestumpften Geist
In letzter Zeit hatte ich aus mehreren Gründen nicht mehr so viel Zeit wie früher, das Evangelium zu verkünden. Ich wusste zwar, dass alle Taten, die wir in Gott - einschließlich freiwilliger Dienste in der Gemeinde - vollbringen, mit seinem Segen belohnt werden, aber ich wollte unbedingt als Verkünderin der Heilsbotschaft Frucht tragen. Eines Tages konnte ich mir etwas Zeit nehmen, um mit einer Schwester die Wahrheit zu predigen. Ich war begeistert von dem Gedanken, fleißig die Saat des Evangeliums zu säen, obwohl wir nicht viel Zeit hatten. Allerdings war ich etwas zögerlich, wahrscheinlich weil ich schon lange nicht mehr gepredigt hatte. Anstatt die Heilsbotschaft über die Lippen zu bringen, ob die Passanten zuhören wollten oder nicht, suchten meine Augen…
Kim Yun-ah aus Seongnam in Korea
Sagen Sie „Dank dir“ statt „Deinetwegen“!
Sowohl „Deinetwegen“ als auch „Dank dir“ zeigen die Ursache-Wirkungs-Beziehung. Ihre Bedeutungen sind jedoch diametral entgegengesetzt. „Deinetwegen“ hat einen negativen Beiklang, wie jemandem die Schuld in die Schuhe zu schieben, aber „Dank dir“ hat eine positive Nebenbedeutung wie ein dankendes Herz und Respekt vor anderen. Häufige Verwendung von „Deinetwegen“ verursacht zwar Groll und Unzufriedenheit, aber die Gewohnheit, „Dank dir“ zu sagen, hindert uns daran, allzu leicht einen anderen als Sündenbock abzustempeln, und lässt uns die aktuelle Situation sowie Zukunft aus einem positiven Blickwinkel betrachten. Selbst wenn Sie schwere Zeiten von Versuchungen, Leiden und Schmerzen durchmachen, versuchen Sie trotzdem zu denken: „Dank jemandem“; dann werden Sie sicherlich etwas finden, wofür Sie danken können. Pflegen Sie den Ausdruck „Dank dir“ statt „Deinetwegen“ zu…
Eine nicht ausweichbare Verpflichtung
Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! Täte ich’s aus eigenem Willen, so erhielte ich Lohn. Tue ich’s aber nicht aus eigenem Willen, so ist mir doch das Amt anvertraut. 1. Kor 9,16-17 Seit meiner Kindheit ging ich mit meinen Eltern in die Kirche. Als ich in die Mittelschule kam, begann ich, die Bibel ernsthaft und zielstrebig zu studieren. Die Worte der Bibel, wie das Gleichnis vom Feigenbaum und die Prophezeiungen von Daniel und der Offenbarung, waren erstaunlich und faszinierend. Ich teilte das, was ich lernte, mit meinen Freunden. Nach und nach nahm die Zahl der Früchte zu. Die Gemeindemitglieder sagten…
Lee Jae-wook aus Sacheon in Korea
Freude an der Fruchternte
Als ich klein war, waren die Felder und Reisfelder in meinem Dorf auf dem Land mein Spielplatz. Meinen Eltern zu helfen war eines der lustigsten Spiele. In der arbeitsreichen Landwirtschaftssaison lief ich mit einer Hacke oder Spitzhacke in der Hand über die Felder oder folgte meinen Eltern, wenn sie Pestizide versprühten. Wenn die Erntezeit kam, half ich ihnen, die Feldfrüchte einzufahren, die sie ein Jahr lang gut gepflegt hatten, indem sie Bohnen und scharfe Paprika pflückten oder Süßkartoffeln ausgruben. Anstatt mich müde zu fühlen, war ich einfach froh, bei meiner Mutter bleiben zu können. Wann auch immer sie zur Arbeit gingen, stand ich ihnen jedes Mal hilfsbereit zur Seite. Die mit meinen Eltern auf den Feldern und Reisfeldern verbrachte Zeit…
Park Jeong-ah aus Gimcheon in Korea
Mutter von sechs Kindern
Meine Mutter war eine sehr freundliche und ruhige Person. Bei jeder Gelegenheit las sie mir mit sanfter Stimme ein Buch vor, was mir sehr gefiel. Bis zu meinem fünften Lebensjahr wuchs ich wie eine Prinzessin auf. Dann wurde meine kleine Schwester geboren. Sie sah aus wie ein Junge, weil sie nur wenige Haare und rote Pausbacken hatte. Da mein Großvater und meine Großmutter die Geburt ihres Enkels sehnsüchtig erwartet hatten, waren sie enttäuscht, als meine Schwester zur Welt kam. Nach dem ersten Geburtstag meiner Schwester begann der Bauch meiner Mutter wieder zu schwellen. Als sie mit ihrem geschwollenen Bauch und ihrem aufgedunsenen Gesicht zu einer Veranstaltung in meinem Kindergarten kam, schämte ich mich ein wenig für sie. „Andere Mütter haben…
Eun-jin Jo aus Changwon in Südkorea
Mich hat herzlich verlangt!
Vor zwei Jahren ging ich ins Krankenhaus, weil mein Knöchel sehr stark schmerzte. Der Arzt sagte mir, dass mein Gelenk stark abgenutzt sei, und so stimmte ich nach einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung und Beratung einem chirurgischen Eingriff zu. Ich wollte mich nach der Operation schnell wieder vollständig erholen, aber als der Tag der Operation näher rückte, hatte ich Angst, denn ich stellte mir immer wieder die Operationsszene vor und dachte sogar darüber nach, sie abzusagen. Am Tag der Operation ging ich in den Operationssaal und lag auf dem Bett, als würde ich auf den Tod warten. Wahrscheinlich weil ich solche Angst hatte, sah der Operationssaal kalt aus und sogar die weißen Kittel der Ärzte wirkten sich kalt auf mich aus.…
Kim Jong-su aus Seongnam in Südkorea