Glaube und Leben

Dies hilft Gläubigen, die hoffen, der Duft Christi zu werden, ein rechtes Glaubensleben zu führen.

Fragen Sie sich selbst!

Meine Frau begleitet im Gottesdienst Lieder auf dem Klavier. Eines Tages sagte sie, sie sei besorgt, weil die Noten für gemischten Chor dieses Mal mit einer schwer spielbaren Klavierbegleitung versehen seien. Dann sagte ich beiläufig zu ihr: „Versuch es doch hundertmal! Und wenn du es immer noch nicht kannst, dann geht's halt nicht!“ Auf meine aufmunternden Worte hin übte sie tatsächlich mehr als hundert Mal und konnte schließlich im Einklang mit den wunderschönen Stimmen des Chors das Lied der Gnade zur Ehre Gottes auf dem Klavier begleiten. Ich war tief beeindruckt von ihrem Mut, es nicht aufzugeben, mit der Ausrede, dass es schwierig sei. Wenn ich von nun an vor einem schwierigen Problem oder einer verzwickten Situation stehe, werde ich…

Jeong Jae-pil aus Anyang in Südkorea

Die Brieftasche kam voller Hoffnung zurück

Wes Monroe, ein Student im ersten Studienjahr in den USA, verlor am Morgen auf dem Weg zur Vorlesung seine Brieftasche. Er tankte an einer Tankstelle, legte sein Portemonnaie aufs Fahrzeugdach und fuhr ab. Aber kurze Zeit später erhielt er von einer Frau namens Laura Dyers ein unerwartetes Paket, in der sich seine verlorene Brieftasche befand. Als die Frau sein auf der Straße gefundenes Portemonnaie öffnete, war es fast leer, doch sie schickte es an die Adresse im Führerschein, weil sie glaubte, dass die Brieftasche und die Fotos für deren Besitzer sehr wertvoll sein könnten. Im Portemonnaie gab es einen von ihr handgeschriebenen Brief sowie einen 10-Dollar-Schein: „Ich weiß, dass es einem Studenten schwerfällt, an der Universität zu studieren. Ich hoffe,…

In der Hoffnung darauf, dass jeder das Rennen beende

Ich arbeitete ehrenamtlich beim nationalen Sportfestival in Chungju. Meine Aufgabe war es, auf halbem Weg der Halbmarathonstrecke zu stehen und die Athleten zu ermutigen und zu verhindern, dass sie von der Strecke abweichen. Der Marathon begann und ich wartete auf dem mir zugewiesenen Posten auf die Ankunft der Läufer. Nicht lange danach passierte eine Gruppe von Athleten vor mir. Ich feuerte sie an und applaudierte ihnen. Ich dachte, alle Sportler hätten inzwischen den Wendepunkt der Marathonstrecke passiert. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um die Athleten der Spitzengruppe handelte. Die weiteren Marathonläufer, die an mir vorbeiliefen, waren alle erschöpft und verzweifelt und schnappten nach Luft. Einige von ihnen humpelten, andere stolperten, als würden sie jeden Moment in Ohnmacht…

Choi Hyeon-ah aus Chungju in Südkorea

Zion voller Liebe

An einem Sabbat saß eine Diakonin am Ende einer Bank und ließ einen leeren Raum auf der Innenseite der Bank frei. Als eine Schwester es sah, bat sie die Diakonin, zuerst den mittleren freien Sitzplatz zu belegen. Daraufhin sagte sie mit einem breiten Lächeln zu ihr: „Ich erwärme diesen Platz für eine Schwester, weil sie bald kommt.“ Bei Beobachtung ihrer rücksichtsvollen Handlung gegenüber dieser Glaubensgeschwister konnte ich ihre Nächstenliebe spüren, was mir das Herz und die Seele wärmte. Dank der Liebe der Familienmitglieder, die Himmelsvater und Himmelsmutter ähneln, ist Zion zu allen Zeiten voller Herzenswärme und Geborgenheit.

Kim Hyeon-im aus Suncheon in Südkorea

Weisheit von den Kühen lernen

Was passiert, wenn eine Kuh und ein Pferd in einen Teich fallen? Beide Tiere schwimmen problemlos an Land, aber das Pferd soll stärker sein und viel schneller als die Kuh aus ihm herausschwimmen. Aber was ist, wenn sie bei einer Überschwemmung von einem reißenden Sturzbach weggespült werden? Es heißt, dass die Kuh lebend diesem herabstürzenden Bach entkommt, wohingegen das Pferd in den wilden Wasserfluten untergeht und schließlich ums Leben kommt. Pferde, die im Grunde kräftige und gute Schwimmer sind, strengen sich voller Verzweiflung über ihre Kräfte an, gegen den Strom zu schwimmen und ertrinken am Ende vor Erschöpfung, während sich Kühe mit dem Strom treiben lassen und langsam aus dem Wasser heraustrotten, sobald sie eine seichte Wasserstelle erreichen. Daher stammt…

Das Glück eines Milliardärs

„Geld sollte verwendet werden, um anderen zu helfen. Selbst wenn man steinreich wäre, könnte man nicht gleichzeitig zwei Paar Schuhe tragen.“Chuck Feeney „Ein wohlhabender, besonnener und entschlossener Mann, der nur hinter dem Geld her ist“ Das sagte das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Forbes“ im Jahr 1988, als es den Geschäftsmann Chuck Feeney auf Platz 23 der reichsten Menschen Amerikas einstufte. Tatsächlich war Chuck Feeney schon in jungen Jahren einfallsreich und verdiente sein Geld mit Gelegenheitsjobs wie dem Verleih von Regenschirmen, dem Verkauf von Sandwiches und der Organisation von Veranstaltungen. Mit 40 wurde er im zollfreien Geschäft sehr erfolgreich und wurde Milliardär. Obwohl er steinreich wurde, war er kein geldgieriger Geizhals, wie ihn die Medien darstellten. Er ging zwar in der Tat verschwenderisch…

Veränderungen in der Familie durch Bemühungen

Immer wenn ich erschöpft nach Hause kam, musste meine Frau Mitleid mit mir gehabt haben, denn sie sagte: „Willkommen zu Hause! Doch ziemlich müde, nicht wahr?“ oder „Oh, du bist wieder zu Hause. Ich habe dich so vermisst." Sie begrüßte mich immer mit einem strahlenden Blick. Aber ich pflegte stets schnippisch zu antworten: „Ja.“ Das war alles. Trotzdem lächelte sie mich jedes Mal liebevoll an und versuchte, mehr Mitgefühl und eine positive Lebenseinstellung in mir zu wecken. Zwei Monate später kam ich eines Abends mit einem breiten Lächeln im Gesicht durch die Haustür herein und sagte: „Gott sei Dank bin ich jetzt daheim!“ Daraufhin sagte meine Frau, dass sie sehr glücklich sei und sich dafür belohnt fühle, dass sie nicht…

Baek Gwang-wun aus Gimpo in Südkorea

Das Band der Liebe Gottes

Ein Biologe, der Spinnen beobachtete, die auf Bäumen und in Büschen lebten, bemerkte ein seltsames Phänomen. Selbst wenn die Mutterspinne weit weg war, eilte sie beim geringsten Anzeichen von Gefahr herbei, um ihre Jungen in Schutz zu nehmen. Er fragte sich voller Neugier, wie eine Mutter, die nicht einmal in der Nähe ihrer Jungen war, wissen konnte, wann sie in Gefahr waren, und begann, die Spinnen genauer zu beobachten. Das Ergebnis war interessant: Die Mutterspinne und die Jungspinnen waren durch einen sehr dünnen Faden miteinander verbunden. Wenn sie von einem Feind bedroht wurden, bewegten sie ihren Körper, sodass an dem Spinnenfaden gezogen wurde. Wenn die Mutter die Schwingungen spürte, rannte sie direkt auf ihre Schützlinge zu. Auch Gott und wir…

Der glücklichste Vater der Welt

Herr Tae-kwon Noh hatte einen Mittelschulabschluss und arbeitet als Gelegenheitsarbeiter. Eines Tages schaute er sich zu Hause zufällig ein Video zum Englischlernen an, und plötzlich kam ihm der Gedanke in den Sinn, an der Universität zu studieren. Von da an begann er, sich voll und ganz auf das Lernen zu konzentrieren. Obwohl er schon längst das vollendete 50. Lebensjahr überschritten hatte und an Legasthenie litt, las er während der Arbeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit Bücher, schlief nur zwei Stunden am Tag und nahm an kostenlosen Online-Kursen teil, wenn er in der Nachtschicht an einer Tankstelle arbeitete. Nach sieben Jahren Selbststudium war er zuversichtlich, beim Test zur „Feststellung der Lernfähigkeit“, der für die Hochschulaufnahmeprüfung von großem Belang ist, die höchste…

Der glücklichste Moment des Lebens ist jetzt

Meine Firma lädt einmal im Monat Dozenten ein, um das angestellte Personal zu schulen. Der Vortragende dieses Monats warf in seiner Rede über die Bedeutung der Zeit eine sehr interessante Frage auf: „Wissen Sie, wann die Toten uns am meisten beneiden? Gerade jetzt in diesem Moment. Wenn Sie nicht wissen, wie glücklich Sie sind, während Sie diese kostbaren Augenblicke verbringen, können Sie sich auch in Zukunft nicht glücklich schätzen.“ Seine Worte haben mich beeindruckt. Gott forderte uns auf, unter allen Umständen und in allen Lebenslagen zu danken und zu jeder Zeit fröhlich zu sein. Das bedeutet, dass wir erkennen sollten, wie glücklich wir als Gottes Kinder sind. Allerdings schätzte ich die von Gott geschenkte Gegenwart nicht und freute mich nicht,…

Park Geum-ryeong aus Busan in Südkorea

Lehren aus der Redewendung „Spitze des Eisbergs“

Das Herz ist wie ein Eisberg. Er schwimmt im Wasser, ragt immer nur ein geringerer Teil aus dem Wasser. Freud Grönland ist eine riesige Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer. Der größte Teil der Landfläche, mehr als 80 Prozent, ist eisbedeckt. Das Ausmaß eines Eisbergs reicht von der Größe eines Hauses bis zu der Größe der Innenstadt von New York. Ein abgebrochener Eisberg bewegt sich langsam entlang der Meeresströmung, schmilzt in wärmeren Zonen ab und verschwindet schließlich. Viele Touristen kommen nach Grönland, um dort den spektakulären Anblick vom gigantischen Eisberg zu genießen, der jedoch in Wirklichkeit bloß 10 Prozent des unsichtbaren Teils ausmacht. Aufgrund der geringeren Dichte von Eis im Vergleich zu Wasser treiben die Eisberge im Meer, ohne…

Wenn es der Wille des Vaters ist

In Zion wurde mir eine unerwartete Aufgabe übertragen. Zuerst dankte ich Gott dafür, dass er mich gebraucht hatte, obwohl es mir in vielerlei Hinsicht mangelte. Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass sie meine Fähigkeiten bei weitem überstieg. „Es war zu viel für mich.“ „Wenn eine andere Schwester diese Aufgabe übernommen hätte, hätte sie sie ganz bestimmt besser erledigt.“ Ungefähr zu der Zeit, als ich frustriert und entnervt war, las ich zufällig einen Vers aus der Bibel, der mir Mut und Kraft gab. Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Mt 10,29-30 Es steht geschrieben, dass ein…

Yu Eui-jeong aus Pohang in Südkorea

Mutter und das Meer

Ein weites Meer nimmt alles Mögliche vom Land auf, aber es verfault nicht. Dafür gibt es viele Gründe: Das Meerwasser enthält Salz, das Schadstoffe reinigt; es bewegt sich ständig in Form von Wellen; die Mikroorganismen in ihm zersetzen Schadstoffe und so weiter. Das Meer, das allerhand unreine und schmutzige Stoffe aufnimmt und reinigt, ähnelt einer Mutter, die alle Verfehlungen ihrer Kinder zudeckt und sie mit ihrer unendlichen Liebe und Aufopferung verändert. Die Tatsache, dass das chinesische Schriftzeichen für Meer (海) das Element 母 (Mutter) und das französische Wort mère (Mutter) das Wort mer (Meer) enthält, ist bedeutsam, wenn man dabei an die Eigenschaften des Meeres und der Mutter denkt. Die unermessliche Güte, die uns befähigt, die Schwächen unserer Brüder und…

Scheitern als Weg zum Erfolg

Nach einer vom nationalen Einzelverband (National Retail Federation) in den USA durchgeführten Umfrage geben 48 % der Verkäufer sofort auf, wenn sie nach einer Kaufempfehlung an ihre Kunden abgewiesen werden; 25 % von ihnen empfehlen zweimal, 15 % dreimal, bevor sie aufgeben, und nur 12 % von ihnen haben viermal oder öfter empfohlen. Wichtig ist dabei, dass der Umsatz der letzten Gruppe 80 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Dies ist eine Überlegung wert, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir es erwartet haben, weshalb wir meistens vor Frustration dazu neigen, gleich die weiße Fahne zu hissen. Aber wenn wir uns vor Augen halten, dass wir die besten Ergebnisse erst dann erzielen können, nachdem wir einige Schritte durchlaufen haben, sollten wir…

Die himmlische Familie steht zu mir

Einmal traf mich eine große Glaubenskrise: Die Versuchung, über die ich nicht viel nachdachte, fesselte mich mit der Zeit immer mehr und beherrschte sogar alles in meinem Glaubensleben. Als ich schwierige Zeiten durchlebte und nicht in der Lage war, die Versuchung zu überwinden, hatte ich das Gefühl, als wäre ich mutterseelenallein auf dieser Erde. Unter Tränen betete ich zu Gott, er möge mir die Kraft verleihen, die Bewährungsprobe zu bestehen. Eines Tages stieß ich als Antwort auf mein inbrünstiges Gebet auf folgenden Bibelvers: Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat. 1. Kön 19,18 Der Prophet Gottes Elia entkam Isebel, einer Götzenanbeterin, die…

Jeong Ji-seon aus Bratislava in der Slowakei

Die schönste Art zu teilen

„Raumtemperatur 6 ℃“ Dies schrieb die zweifache Nobelpreisträgerin Madame Curie in ihr Labornotizbuch. Sie widmete sich Tag und Nacht Experimenten in einem kalten, ungeheizten Lagerhaus. Durch Tausende von Experimenten zur Trennung und Anreicherung von Uranerzen gewann sie schließlich das radioaktive Element Radium und eröffnete damit das Zeitalter der Strahlentherapie. Madame Curie verzichtete auf ihr Patent, das ihr und auch ihren Nachkommen ein angenehmes Leben ermöglicht hätte. Sie steckte ihr gesamtes Vermögen in die Forschung, und obwohl sie sich durch die Strahlenbelastung eine Krankheit zuzog, erlaubte sie allen, Radium zur Heilung kranker Menschen zu verwenden. Ein gebendes Leben, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten, ist wahrhaft hoch erhaben. Wenn das Teilen durch das Opfer eines Menschen geschieht, was brauchen wir dann…

Herausforderung

Charles Lindbergh war der erste Flieger, der den Atlantik im Alleinflug überquerte. In der letzten Phase seines Lebens schwelgte er oft in seinen jüngeren Tagen. Er hatte das Gefühl, dass er mit zunehmendem Alter an Selbstvertrauen verlor und sich negativ entwickelte. Eines Tages ging er ins Museum, um sein Flugzeug zu besichtigen, mit dem er in seiner Sturm-und-Drang-Zeit den Atlantik überflogen hatte. Mit Erlaubnis des Museumsdirektors stieg Lindbergh in das ausgestellte Flugzeug und war eine Weile in seine Gedanken vertieft. Dann war er sehr erstaunt, als er einen Blick ins winzige Cockpit warf: Es gab weder ein Instrumentenbrett noch einen Höhenmesser im Flugzeug. Daraufhin sagte der Museumsdirektor: „Sie finden das immer noch erstaunlich, nicht wahr? Sie haben den Atlantischen Ozean…

Die harte Arbeit der Landwirte kennenlernen und die Freude an der Ernte teilen

#1 Jo Seong-chan aus Daejeon in Südkorea Im Oktober, als der Herbst in vollem Gange war, schmiedeten die jungen Erwachsenen in Daejeon einen Plan, um einigen Landwirten zu helfen, die aufgrund des Arbeitskräftemangels eine schwere Zeit durchmachten. Mehr als 150 junge Erwachsene, die der Versuchung widerstanden, sich am Wochenende richtig auszuschlafen, eilten gruppenweise jeweils zu einer Süßkartoffel- und Ginseng-Farm in Jinan, Nordprovinz Jeolla, sowie zu einer Kurkuma-Farm in Gyeryong, Südprovinz Chungcheong. Ich entschied mich für die Arbeit auf dem Süßkartoffelacker. Der Bauer führte uns in die Rodung und Ernte der Süßkartoffel ein: „Stechen Sie mit einem Dreizack in den Boden, heben Sie ihn ein paar Mal an und graben Sie die Süßkartoffeln vorsichtig mit einer Hacke aus. Sammeln Sie bitte…

Daejeon in Südkorea

Ehrerbietung und Ehrfurcht vor Gottmutter

Nach dem Empfang der göttlichen Wahrheit hörte ich die Stimme der Himmelsmutter und sah sie oft in kirchlichen Versammlungen, was ich jedes Mal für selbstverständlich hielt. Aber mit einem Mal wurde mir ganz klar bewusst, was für ein großer Segen sie in Wirklichkeit waren, als ich während des Gottesdienstes folgenden Vers in der Predigt hörte: Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Offb 21,2 Das neue Jerusalem, das von Gott aus dem Himmel herabkommt, ist die himmlische Mutter. Die allmächtige Gottmutter ist auf die Erde herabgestiegen, um mit ihren Kindern zusammenzuwohnen. Welch ein Segen ist es, dass wir die Stimme der Himmelsmutter direkt hören…

Seo Mi-ju aus Incheon in Südkorea

Beurteilung

Es gab ein Lineal, das 15 Zentimeter lang war. Was auch immer das Lineal traf, maß es zuerst seine Länge. „2,6 Zentimeter, 4,3 Zentimeter, 3,6 Zentimeter ... Nanu, du bist ja nur 3 Zentimeter lang!“ Eines Tages traf das Lineal eine Waage. Plötzlich kam die Waage auf es zu und wog es. „Ach, du meine Güte! Bloß 17 Gramm? Ist das alles? Wie lächerlich! Hahaha!“ Das Lineal fühlte so beleidigt und gekränkt, dass es fast in Tränen ausbrach. Erst da erkannte das Lineal, dass es sein Fehler war, alles nur nach seiner Länge zu beurteilen. Von da an betrachtete es die Dinge als schön und respektierte sie so, wie sie sind.

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