Glaube und Leben

Dies hilft Gläubigen, die hoffen, der Duft Christi zu werden, ein rechtes Glaubensleben zu führen.

Ein verharzter Kiefernast ist keiner Verrottung ausgesetzt

Ein koreanischer Spruch erfreut sich großer Beliebtheit: „Ein Tiger hinterlässt nach dem Tod sein Fell, ein Mensch seinen Namen.“ Und so lässt eine ausgedorrte Kiefer viele verharzte Äste zurück. Wenn Kiefernzweige oder -äste beim starken Wind abbrechen oder stumpfe Verletzungen bzw. Platzwunden erleiden, setzen sie zähflüssige Masse „Harz“ frei. So wie eine Wunde am menschlichen Körper blutet, nach dem Stoppen des Wachstums des Blutgerinnsels eine Kruste bildet und dann der Körper eine neue Hautoberfläche aufbaut, ist Harz eine Substanz, die die Kiefern zum Verschließen von Verletzungen und zur Abwehr von Schadinsekten usw. selbst in großen Mengen absondern. Ein verharzter Kiefernast ist mit Harz getränkte und ausgehärtete Teil eines abgestorbenen Kieferbaums. Die Schwarzkiefer mit einem hohen Harzgehalt zur Pflanzenfamilie der Kieferngewächse…

Änderungsmethode: Schlüpfen Sie mal in die Schuhe des anderen!

Wenn Sie sich in die Lage eines anderen versetzen, so gibt es nichts, was Sie nicht verstehen können. Es gibt eine indianische Weisheit: „Großer Geist, bewahre mich davon, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“ Sie bedeutet, dass Sie einen Menschen erst und nur dann verstehen können, wenn Sie sich in ihn hineinversetzen und nachspüren, wie Ihr Verhalten von ihm erlebt wird. Sogar Familienmitglieder, die im selben Haus leben, können manchmal einander nicht verstehen. Das ist natürlich, denn so wie Menschen anders aussehen, sind auch ihre Gedanken unterschiedlich. Warum also versuchen Sie nicht, sich in die Lage eines anderen zu versetzen bzw. eines anderen Perspektive einzunehmen? Hierbei handelt es sich um eine…

Zwei Kakibäume

„Welchen Baum soll ich fällen?“ Ein Gelehrter hielt eine Axt in der Hand und blickte abwechselnd auf zwei Kakibäume im Garten: Ein Baum brachte zwar viele Früchte hervor, aber kaum genießbare adstringierende Kakis, wohingegen der andere Baum süße und schmackhafte Götterfrucht trug, deren Ertrag jedoch trotz aller Anstrengungen sehr mager ausfiel. Der Gelehrte war unzufrieden mit diesen zu viel Platz einnehmenden Gartenbäumen, zumal sie relativ wenige Früchte ausbildeten, weshalb er letzten Endes beschloss, einen von den beiden Bäumen umzuhauen. Als er unentschlossen vor sich hin grübelte, kam die Frau des Gelehrten auf ihn zu und äußerte ihre Meinung dazu: „Der eine Baum bringt zwar nur einige Früchte hervor, doch eine hervorragende Kakisorte Daebongsi mit dem köstlich honigsüßen Fruchtfleisch, wobei wir…

Feste Überzeugung

Kürzlich habe ich etwas völlig Seltsames und Überraschendes erlebt: Es ging um ein im Ausland zum Verkauf angebotenes Kleid. Erstaunlicherweise nahmen die Leute die Farben dieses Kleides anders wahr. Daraufhin gab es eine Online-Debatte darüber, ob das gestreifte Farbschema des Kleides weiß-golden oder blau-schwarz sei. Als ich das Kleid auf dem Bildschirm betrachtete, fragte ich mich, warum es überhaupt Meinungsverschiedenheiten darüber gab, denn das Kleid sah in meinen Augen zweifellos weiß-golden aus. Ich zeigte es meinem Mann, weil ich nicht im Geringsten daran zweifelte, dass er genauso wie ich die Farben Weiß und Gold wahrnehmen würde, aber seine Antwort lautete nun ganz anders: „Ich sehe das Kleid blau-schwarz.“ Einen Moment lang traute ich meinen Ohren nicht und warf noch einmal…

Shin Mi-ae aus Seoul in Südkorea

Anders und falsch

In Korea gelten Krähen als Pechvögel, in England jedoch als Glücksbringer. Die Japaner halten beim Essen ihre Reisschüssel mit einer Hand, aber in vielen anderen Ländern lässt man sie auf dem Tisch. In manchen Staaten fahren die Fahrzeuge auf der linken Straßenseite und in anderen auf der rechten. Sehr viele Länder benutzen bei einer Mahlzeit Messer und Gabel, während andere ein Paar Essstäbchen als Tischbestecke dazu verwenden oder mit bloßen Händen essen. Die Völker rund um den ganzen Globus haben unterschiedliche Sprachen, Klimazonen, geografische Merkmale, historische Hintergründe und Nahrungsmittel. Ebenso unterscheiden sich die Kulturen von einem Land zum anderen. Man kann nicht sagen, dass eine bestimmte Seite diesbezüglich falschliegt. Ebenso sehen alle Menschen anders aus. Und der jeweilige Unterschied wird…

Mutterliebe für Lansdowne

Wir schmiedeten einen Plan für eine Straßenreinigung in der Gegend von Lansdowne, einem Vorort in Kapstadt, Südafrika. Zuerst suchten wir die Abfallwirtschaftsabteilung des Stadtrats auf, um eine Genehmigung dafür zu erhalten. Nach einer kurzen Begrüßung zeigten wir einem Stadtratsmitglied anhand des Vorstellungsvideos der Gemeinde Gottes, was für eine Organisation wir sind, wobei der Volksvertreter die ganze Zeit aus dem Staunen nicht herauskam. „Ihre Gemeinde Gottes leistet viel Gutes. Ich freue mich von ganzem Herzen, Sie kennengelernt zu haben.“ Als wir zum ersten Mal die für die Abfallwirtschaft zuständige Abteilung anriefen, dachte sie, es handle sich um eine kleine Gruppe, und wollte uns daher eine kurze Straßenstrecke zuteilen. Aber nachdem der Abgeordnete unser Infovideo angeschaut hatte, war ihm unsere Straßensäuberungsaktion doch…

Gemeinde Gottes in Kapstadt, Südafrika

Ornamente auf dem feinen Leinen

Vor kurzem war ich auf einer Hochzeit. Die Braut in einem reinweißen Kleid war so schön wie eine Prinzessin in einem Film. Sobald die Hochzeitszeremonie begann, legte der galante Bräutigam mit zügigen Schritten den Weg zum Traualtar zurück, woraufhin seine bezaubernde Braut in Erscheinung trat. Die Schmuckstücke zum Hochzeitsgewand glänzten im hellen Licht. Als ich jedes Ornament betrachtete, das je nach den Bewegungen der Braut in allen Farben strahlte und schillerte, blickte ich sie mit unverhohlener Bewunderung an: „Wie schön sie ist!“ Plötzlich kam mir ein Bibelvers in den Sinn: Die Gerechtigkeit der Heiligen ist das Ornament des Kleides aus feinem Leinen für Himmelsmutter bzw. die Frau des Lammes (Offb 19,7-8). Ich schaute auf mich selbst zurück zur Feststellung, ob…

Kim Nam-su aus Seoul in Südkorea

Entdecken Sie die verborgenen Stärken Ihrer Familie!

Während Sie in einer engen, vertrauten Beziehung mit Ihren liebevollen Familienangehörigen leben, treten unvermeidbar einige Schwächen bei ihnen auf. Und wenn Sie nur auf ihre Schwachstellen schauen, verbergen Sie vielleicht Ihren Unmut darüber nicht. Aber falls Sie ihre Stärken für größer halten als ihre Schwächen, wird ganz bestimmt ein ernst gemeintes herzliches „Dankeschön“ über Ihre Lippen kommen. Entdecken Sie diesen Monat mit weit aufgerissenen Augen 50 Stärken jedes einzelnen Familienmitglieds. Betrachten Sie andere aus einer geduldigen, wohlwollenden Gesinnung und Herzenshaltung heraus, so können Sie sich ihrer bis jetzt verborgenen Stärken bewusst werden, durchdrungen von der festen Überzeugung, dass Sie mit so guten Menschen zusammenleben. Tipps Tipps zum Erkennen der verborgenen Stärken von Familienangehörigen Behalten Sie Ihre Familie mit Interesse im…

Richten Sie Ihren Fokus auf das Positive und Gute in der Familie!

„Das Kind ist zu oft unkonzentriert und abgelenkt.“ „Ich mache mir Sorgen, dass mein Kind wie ein schwankendes Rohr im Wind ist.“ „Meine Frau ist zwar in allem perfekt, aber zu stur und eigensinnig.“ „Mein allergrößter Herzenswunsch: Mein Mann würde sein hitziges Temperament im Zaum halten.“ „Mein jüngerer Bruder ist in der Tat von der Habsucht und Gier durchdrungen!“... Wenn wir über unsere Familienmitglieder sprechen, weisen wir oft eher auf ihre Mängel hin oder darauf, womit wir unzufrieden sind, als auf ihre Stärken. Auf der Welt gibt es keinen einzigen Menschen, der nur Vorzüge oder Nachteile hat. Alle Menschen sind unvollkommen und haben Schwächen und Stärken. Allerdings neigt das menschliche Gehirn dazu, vor allem negative und schlechte Eigenschaften in den…

Gute Energie des Freiwilligendienstes

Am Tag vor der Straßenreinigung in der Kleinstadt Namyang fühlte sich mein Körper schwer an und Kopfschmerzen plagten mich; es schien zwar, als hätte ich mich erkältet, aber ich wollte solch eine günstige Gelegenheit nicht verpassen, nach langer Zeit endlich mal wieder Freiwilligendienst zu leisten. Als ich am nächsten Tag zu dem vereinbarten Treffpunkt kam und die gelbe Weste anlegte, spürte ich eine seltsame Welle magischer Energie in mir aufsteigen. Da es der Tag war, an dem ein Fünf-Tage-Markt in Namyang stattfand, wimmelte es dort nur so von Menschen und die Straßen waren mit Unmengen von Abfall und Müll übersät. Während wir Müll - meistens in gebückter Haltung - sammelten, lief mir der Schweiß den Rücken herunter. Eine ab und…

Hong Hyeon-ja aus Hwaseong in Südkorea

Liebe ist, immer einen Weg zu finden und nie aufzugeben

Mehrere Jahre lang suchte ich zwar meiner Familie und meinen Freunden unermüdlich und geduldig die Heilsbotschaft zu vermitteln, aber sie stellten sich stets taub, stumm und blind mir gegenüber. Da ich - gemäß der Prophezeiung der Bibel junge Erwachsene wie der Tau aus dem Schoß der Morgenröte - lange Zeit keine Früchte hatte, machte ich mir große Sorgen, weil ich mich schließlich als ein fruchtloser Herbstbaum entpuppen könnte. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das Allerwichtigste bei der Rettung einer Seele! Als ein Evangelisationsfestival letzten Sommer in vollem Gange war, traf ich eine Frau beim Spaziergang mit ihrem Hund an der Leine. Die Glaubensschwester, die bei mir war, und ich begrüßten sie ganz freundlich, und auf meine…

Noh Min-ah aus Anyang in Südkorea

An der Schwelle zum Tod

„Jetzt scheine ich von dem Geist echter Bereitschaft durchdrungen zu sein, alle einst getroffenen Menschen zu lieben und ganz herzlich in meine Arme zu schließen. Erst als es an der Zeit war, mich angesichts des nahen Todes von meinen Herzensgeliebten zu verabschieden, da kam mir die Erkenntnis: ‚Das Leben ist ein Geschenk und Glück. Und jeder Moment kann eine Zeit des Glücks sein.‘“ Ein 28-jähriger Mann, der wegen des Verdachts der politischen Dissidenz in der Todeszelle saß, hatte fünf Minuten Zeit, zum allerletzten Mal einen Rückblick auf sein bisheriges Leben auf Erden zu werfen. Da ihm nun unmittelbar die Hinrichtung drohte, war selbst der kalte Winterwind nicht rau, wobei sich die auf seine nackten Füße übergreifende Kälte des Bodens auch…

Bedeutung einer guten Tat

Wir machten uns Sorgen, als der Tag unserer Freiwilligenarbeit näher rückte, weil es aus Mangel an Freiwilligen eventuell ein kleines Problem geben könnte. Am vereinbarten Tag versammelten sich jedoch viel mehr Gemeindemitglieder als erwartet, die selbst bei heißem und schwülem Wetter voller Begeisterung die Aufräumarbeiten durchführten. Während wir jede Ecke und jeden Winkel des Parks in Harare säuberten, erschienen viele Passanten und gingen an uns vorbei. Und wir stellten kurz unsere Gemeinde Gottes denen vor, die auf uns zukamen mit der Frage, woher wir kämen, um mit solch einer offenen, strahlenden Miene unter der sengenden Sonne gemeinsam Müll und Abfall vom Boden aufzusammeln. Ein Mitglied des Stadtrates, das uns die Reinigung des Geländes beauftragt hatte, sagte voller Bewunderung: „Ich habe…

Gemeinde Gottes in Harare (Simbabwe)

Eine Woche ohne Fernsehen

Das heutige Familienleben wird durch die Entwicklung digitaler Geräte wie Fernseher, Computer, Mobiltelefone und Spielekonsolen immer trostloser. Denn hinter den Vorteilen, die das Leben angenehmer und bereichernd machen, verbirgt sich ein großer Makel, nämlich der Zusammenbruch der Kommunikation zwischen Familienmitgliedern. Unter diesen Apparaten sind wir von Kindesbeinen an mit Fernsehgeräten am meisten vertraut. Verbringen Sie mehr Zeit vor dem Fernseher, als sich mit Ihren Familienangehörigen zu unterhalten? Versuchen Sie doch mal, in diesem Monat mindestens eine Woche lang den Flimmerkasten nicht anzurühren! Und finden Sie heraus, was Ihnen von Nutzen sein kann oder was Sie stattdessen in dieser Zeit mit Ihrer Familie unternehmen können! Dann werden Sie ganz bestimmt Ihre Zeit viel gewinnbringender und sinnvoller verbringen. Tipps Holen Sie die…

Die Liebe lässt sich nicht erbittern

Im Laufe Ihres Lebens tauchen von Zeit zu Zeit Dinge auf, die Sie wütend machen. Es gibt Zeiten, in denen Sie sich über eine Situation ärgern, zum Beispiel weil Sie im Stau stecken bleiben, während sich die vereinbarte Zeit nähert, oder wenn es ausgerechnet an dem Tag, an dem Sie kurz entschlossen Ihre neuen Schuhe angezogen haben, regnet. Aber die meiste Wut kommt von zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn Sie in Wut geraten, schwellen Ihre Blutgefäße an, Ihr Gesicht wird vor Wut rot, Ihre Augen sind weit geöffnet, Ihre Atmung wird schneller und Ihr Blutdruck steigt. Ihnen können leicht Bemerkungen über die Lippe kommen, die die andere Person, die Sie angreifen möchten, verletzen oder ignorieren. In Vorurteilen befangen, können Sie die Situation…

In der Liebe der Mutter

Mein Vater ist der älteste Sohn. Nach der Heirat im jungen Alter kümmerte sich meine Mutter um ihre Schwiegereltern und ihre Geschwister, zog ihre fünf Kinder groß und erledigte auch die landwirtschaftliche Arbeit. Ich denke, dass sie schicksalhaft dazu geboren ist, im Leben viel zu arbeiten. Um die Sache noch schlimmer zu machen, geriet meine Familie in Lebensnot: Meine ältere Schwester musste sich einer großen Operation unterziehen, wobei sich auch der Gesundheitszustand meines Vaters so verschlechterte, dass meine Mutter sogar in einer Fabrik arbeiten musste. Immer wenn sie spätabends nach Hause kam, konnte sie sich nicht richtig ausruhen, weil sie zusätzlich die ganze Hausarbeit zu erledigen hatte. Damals gab es noch keine Waschmaschine, weshalb das Wäschewaschen im kalten Winter das…

Kim Sun-ho aus Incheon in Südkorea

Der Glaube erblüht nach langem Warten

An einem sonnigen Tag im Mai stellten wir in der Nähe einer Straßenkreuzung einen Stand mit vielen in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichten Berichten über die Gemeinde Gottes auf. Eine große Anzahl von Passanten zeigte sich sehr daran interessiert: Einer von ihnen war ein betagter Herr, der als Hausmeister in einem Apartmentkomplex arbeitete. Er tat sein Interesse an den Berichten aus den Medien über die Gemeinde Gottes kund und sagte, er habe noch nie von unserer Religionsgemeinschaft gehört, wobei er uns höflich bat, ihn bei der Arbeit zu besuchen. Ein paar Tage später machten wir uns auf den Weg dorthin, wo er Dienst leistete. Aber in der Zwischenzeit schien er von seinen Kollegen falsche Informationen über unsere Gemeinde Gottes gehört zu…

Kim Mi-ja aus Uijeongbu in Südkorea

Das Säen von positiven Gedanken und Handlungen

Der Frühling, wenn sich alle Geschöpfe zum Licht recken und strecken, ist der richtige Zeitpunkt fürs Umgraben, Aussäen und Auspflanzen: Wenn man Salat in Reihen am Feld in Erde anbaut, wird daraus ein Salatfeld; wenn Sie Kohl pflanzen, verwandelt sich daraus ein Kohlfeld, wenn Blumensamen, dann ein Blumenfeld. Es hängt also davon ab, welche Art von Samen Sie aussäen. Das Feld unseres Herzens ist dasselbe. So wie ein guter Samen gute Früchte hervorbringt, müssen wir, um Früchte der Freude, Dankbarkeit und Hoffnung tragen zu können, zunächst den Samen des Positiven ins Herz säen. Lassen Sie uns in diesem Monat den Samen des Guten in die Herzen der Mitmenschen pflanzen, der zwar klein sein mag, aber reiche Früchte tragen wird! Denken…

Die Schuhe meines Vaters

Es war, als ich nach langer Zeit meine Eltern zum Geburtstag meiner Mutter besuchte. Auf dem Weg zum Markt, um meiner Mutter ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen, traf ich zufällig meinen Vater, der auf dem Heimweg war. Da fielen mir seine abgetragenen Tennisschuhe ins Auge, die so fest zugebunden waren, dass keine Luft hindurchdringen konnte. „Vater! Warum trägst du an diesem heißen Tag Tennisschuhe? Hast du keine Sandalen?“ Er lächelte mich nur an und betrat das Haus, ohne darauf eine Antwort zu geben. Als ich mit einem Paar neuer Schuhe für meine Mutter den Laden verließ, erinnerte ich mich jedoch an die abgenutzten Sportschuhe meines Vaters. So ging ich noch einmal in den Laden und suchte neue Sandalen für ihn aus.…

Jeon Eun-ok in Seongnam in Südkorea

Nachgeben ist einfach, wenn man liebt

„Wie oft habe ich euch gesagt, dass das, was ich von euch beiden erwarte, keine gute Schulnote ist, sondern einzig und allein, dass ihr gut miteinander auskommt?“ Das sage ich jedes Mal, wenn sich meine Kinder streiten. Mein Sohn und meine Tochter, die beide in der Grundschule sind, scheinen ihre Tat in dem Moment zu bereuen, wenn ich sie dafür nachdrücklich tadle, aber sogleich liegen sie sich wegen irgendeiner lächerlichen Lappalie wieder in den Haaren. Als ich überlegte, wie ich sie ein für alle Mal dazu bringen könnte, sich miteinander gut zu vertragen, kam mir eine Idee: Ich beschloss, demjenigen, der dem anderen nachgibt, einen Sternaufkleber zu geben und zehn Sterne mit etwas Taschengeld zu belohnen. Sie bereiteten ein Stück…

Gwon Sun-hye aus Daegu in Südkorea